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22. April 2025
Schnuppertag Informatik für Mädchen
Nicht nur Ada Lovelace, Karen Spärck Jones und Barbara Liskov: Die Liste bedeutender Informatikerinnen ist lang und ihre Poster schmücken als leuchtende Vorbilder die beiden Computerräume. Dennoch wählen eher wenige Mädchen das Fach Informatik an – welch eine versäumte Chance für beide Seiten! Um dem vorzubeugen, bietet die Fachschaft Informatik im Rahmen ihrer MINT-Aktivität zur Mädchenförderungen seit einigen Jahren einen Schnuppertag für Achtklässlerinnen an, mit Erfolg, denn in diesem Jahr absolviert zum ersten Mal eine Leibnizschülerin ihr Abitur im Fach Informatik.
Und weitere könnten folgen, da die beiden Schnuppertage unter der Leitung von Herrn Brulin und Frau Notarantonio Spaß gemacht haben, so die einhellige Rückmeldung. Das überrascht nicht bei dem spannenden Programm: Es galt eine Kryptografie-Verschlüsselung zu entschlüsseln, um zu verstehen, wie die Verschlüsselung von zu schützenden Daten funktioniert. Ein vor einigen Jahren an unserer Schule entstandener Film, in dem ein aus Lego selbstgebauter Roboter so programmiert wurde, dass er zur Musik „tanzt“, lud nicht nur zum Mittanzen ein, sondern regte vor allem zum Nachbauen an, zumal das Modell auf einem Parcour bereit stand, live sein Können zu zeigen. Programmieren durften (und konnten!) die Mädchen auch selbst, nämlich ein Spiel auf der Grundlage der Programmiersprache Scratch. Hier bewies Frau Notarantonio, dass sie viel vom Programmieren versteht, allerdings stellte sich beim „Zocken“ heraus, dass sie auf diesem Gebiet noch Übungsbedarf hat. Frau Notarantonio vermittelte jedoch nicht nur Informatikinhalte, sondern berichtete aus ihrer Jugend in Italien, wie es in einigen Regionen und Milieus durchaus noch üblich war, Mädchen weiterführende Bildung vorzuenthalten. Und auch hier und heute hält sich zumindest hartnäckig die Vorstellung, Informatik sei nichts für Mädchen – nach den Schnuppertagen nun hoffentlich ein ganzes Stück weniger!

Henery (2. von links auf dem Foto) aus der 8b hat bei der Mathematik-Olympiade 2024 erneut sein außergewöhnliches Talent unter Beweis gestellt. Nach dem Landessieg und der Qualifikation für das Hessenteam konnte er den ersten Platz in der Bundesrunde, die an der Europa-Universität in Flensburg stattgefunden hat, erringen. Gemeinsam mit drei weiteren Schülern teilt er sich diesen Titel, ist jedoch der einzige Vertreter Hessens.
Besonders bemerkenswert ist auch der Sonderpreis „Bildung und Begabung“, den Henery zusammen mit zwei weiteren Schülern erhalten hat. Die Jury war von den Leistungen der drei Nachwuchsmathematiker so beeindruckt, dass sie sie mit diesem speziellen Preis auszeichnete. Henery hat sich gegenüber 200.000 Teilnehmern durchgesetzt und gehört damit zu den besten jungen Mathematikern Deutschlands.
Diese herausragenden Ergebnisse sind Ausdruck von Henerys tiefer Leidenschaft für die Mathematik und seinem unermüdlichen Einsatz. Seine Erfolge sind nicht nur eine persönliche Bestätigung, sondern machen auch unsere Schule stolz. Wir gratulieren Henery ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg und wünschen ihm für seine weitere mathematische Laufbahn alles Gute.
Text: Kho Bild: Matthias Bunk





