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18. Januar 2025

Murder Mystery Night 2024

Passenderweise am Vorabend zu Halloween fand am 30. Oktober 2024 die zweite Murder Mystery Night statt, ein interaktives Live-Event, das vollständig von Lernenden der Leibnizschule organisiert, gestaltet und durchgeführt wurde. Federführender Initiator war Oliver Renz aus der Q3, der hier ebenso kreative Schöpfungskraft wie technischen Verstand in einem Maße bewies, wie es nur selten vorkommt. Unterstützt wurde er dabei von der Technik-AG und Schauspielenden aus den Darstellendes-Spiel-Kursen, die seine Ideen ebenso kreativ und motiviert umsetzten und durch eigene ergänzten, sodass das diesjährige Spektakel den letztjährigen Erstling in puncto künstlerischer und technischer Umsetzung sogar noch um Einiges übertraf – obwohl schon damals die Messlatte extrem hoch gehängt worden war (→wir berichteten).

Auch bei der diesjährigen Veranstaltung galt es, in konkurrierenden Teams aus Lernenden und/oder Lehrenden einen Mord aufzuklären, der – in gewisser Weise genretypisch – an einer amerikanischen High School stattfand, aber in der heimischen Leibnizschule inszeniert worden war.

Gruppen aus (vielfach in Halloween-Manier verkleideten) Lernenden und/oder Lehrenden grübelten kompetitiv über den Vernehmungsprotokollen, Kursbüchern, Stundenplänen und zahlreichen anderen Hinweisen, um Alibis zu überprüfen und Motive zu ergründen.

Die Hinweise, die zur Aufklärung der Tat zur Verfügung standen, waren vielfältig und reichten von gefilmten Verhören über das Protokoll der forensischen Untersuchung, Zeitungsauschnitte, Stundenpläne, Kursbücher, Videoaufzeichnungen von Stalkern, Kassettenaufnahmen und vieles weitere bis hin zur letzten Videobotschaft der Ermordeten. Die Zeit drängte, schließlich bestand Flucht- und Vertuschungsgefahr – und die anderen Teams arbeiteten ebenso emsig an der Klärung des Falles wie das je eigene.

Unfassbar viele und mit Humor und viel Liebe zum Detail von den Lernenden selbst gestaltete Hinweise konnten einen auf die Spur des Täters bringen.

Der Fall selbst war dabei ebenso spannend wie die im Team geleistete Aufklärungsarbeit. Und der Fall war komplex, die (virtuell präsentierten) Indizien waren äußerst vielzählig und vielseitig – und sämtlich mit viel Liebe zum Detail und einer ordentlichen Prise Humor von den Lernenden selbst hergestellt.

Die kriminologische Auflösung des Falls erfolgte live durch die Schauspielenden.

Die Auflösung wurde – wie schon im letzten Jahr – am Ende den Teilnehmenden vorgespielt von allen Verdächtigen und der ermittelnden Kommissarin.

Das Konzept hat definitiv das Potential, auch außerhalb der Schule angeboten zu werden – und sollte es einmal dazu kommen, können die Teilnehmenden begeistert von sich behaupten: Wir sind bei den Anfängen dabei gewesen – dieses großartigen Events!

Vielen Dank an alle Beteiligten für den erneut gelungenen und unterhaltsamen Abend – und Chapeau vor den hier gezeigten Leistungen!

 

 

 

(Text und Bild inklusive red. Bearb.: Blu)

 

 

In der zweiten Dezember-Woche 2024 haben wir die TU Darmstadt besucht, und der Tag war wirklich interessant gestaltet. Unsere Anreise erfolgte mit der Bahn, und unser erstes Ziel war der Hochleistungsrechner der Uni, der den Namen des deutschen Physikers, Naturforschers, Mathematikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) trägt, der zudem der erste deutsche Professor für Experimentalphysik im Zeitalter der Aufklärung war und selbst Geisteswissenschaftlern und anderen kulturell Gebildeten als Aphoristiker bekannt ist. Jener nach ihm benannte beeindruckende Rechner wird für anspruchsvolle Berechnungen und Simulationen genutzt und war definitiv einen Besuch wert.

Der Hochleistungsrechner Lichtenberg II der TU Darmstadt – beeindruckend in Größe und Leistung! Doch so beeindruckend es ist, was KI zu leisten im Stande ist, sollte man doch nie aufhören, selbst die Welt durch eigenes Nachdenken verstehen zu wollen, sonst versteht man das Ergebnis nicht (wie es Douglas Adams erstmals 1978 an der Zahl 42 als Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und überhaupt allem exemplifiziert). Lichtenberg selbst hätte vielleicht angesichts der komplexen und ab einem gewissen Punkt immer undurchsichtiger werdenden Rechenoperationen, zu denen das nach ihm benannte Elektronengehirn fähig ist, das zu bedenken gegeben, was er 1798 in seine „Sudelbücher“ (Heft J, Notiz 8) schrieb: „Bei dem studio [=Studium] der Mathematik kann wohl nichts stärkeren Trost bei Unverständlichkeiten gewähren, als dass es sehr viel schwerer ist, eines [A]nder[e]n Meditata [=Prozesse und Ergebnisse des Meditierens im Sinne eines mathematischen Nachdenkens] zu verstehen, als selbst zu meditieren.“ Gleichwohl hätte auch Lichtenberg an diesem Rechner sicherlich Gefallen gefunden!

Anschließend ging es quer durch Darmstadt und über den Campus zu einem Saal, in dem wir einem Mathematik-Vortrag über Populationsgrößen lauschten. Im Hörsaal haben uns danach noch zwei Studentinnen Fragen zum Studium beantwortet und Auskunft über das Leben als Studierende gegeben.
Nach dem Vortrag sind wir wieder über den Campus gelaufen, um schließlich im Restaurant Extrablatt gemeinsam zu essen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

 

 

 

(Bild und Text: Ser & Blu / red. Bearb. von Bild und Text: Blu)