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17. Januar 2020
Hessischer Ministerpräsident an der Leibnizschule

Die Sonne schien über Offenbach – und vor allem über der Leibnizschule. Viele Schülerinnen und Schüler der Leibnizschule rieben sich in der Mittagspause am Donnerstag, den 16. Januar 2020, verwundert die Augen, als ein schwarzer Bus, flankiert von zwei Staatskarossen, Polizeiwagen und etlichen Pressevertretern, auf unserem Schulhof parkte und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier ausstieg, um die Leibnizschule zu besuchen.

Und der Landesvater von der CDU hatte zusammen mit seinem Stellvertreter – dem aus Offenbach stammenden Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir – der Schule und dem Schulleiter Herrn Dombrowski etwas mitgebracht: nämlich einen Scheck über knapp 500.000 Euro. Als erste Institution dieser Art in Hessen erhält die Leibnizschule Offenbach diese finanzielle Unterstützung im Rahmen des Förderprogramms „Digitale Schule Hessen“. Damit sollen unter anderem das WLAN-Netz der Schule ausgebaut und weitere Fördermaßnahmen im Rahmen der Digitalisierung umgesetzt werden. Dieser sogenannte „Bewilligungsbescheid“ ist der hessenweit erste für die Stadt Offenbach, die insgesamt 3,37 Millionen Euro an Fördermitteln beantragt hat.


Dass unsere Schule und vor allem unsere Schülerinnen und Schüler mit digitalen Geräten umzugehen wissen, wurde dem Ministerpräsidenten und allen Anwesenden in einer exemplarischen Unterrichtsstunde unter der Leitung von Carlo Stottmeier eindrucksvoll präsentiert. Der Musikkurs der Q-Phase zeigte eine Unterrichtssequenz zum Thema „20 Jahre Streit um 2 Sekunden Musik – Sampling und Urheberrecht“ vor dem Hintergrund des noch laufenden Prozesses von Moses P. und Kraftwerk. Dabei konnten die Lernenden mithilfe von Tablets gegebene Samples zu eigenen Kompositionen verarbeiten und hinterher die Frage erörtern, inwieweit diese nur Kopie des Original oder schon eigenständiges ästhetisches Kunstwerk sind. In jedem Fall waren sowohl Bouffier als auch sein Stellvertreter Al-Wazir beeindruckt von der pädagogisch-didaktisch anspruchsvollen und motivierenden Umsetzung in die Praxis. Insofern seien die Gelder aus dem Digitalpakt an der Leibnizschule gut angelegt. Anschließend nahm sich die Politikprominenz noch die Zeit, um mit dem Kurs beim gemeinsamen Mittagessen ins Gespräch zu kommen.

Text: Pon
Fotomaterial: Staatskanzlei/Lohnes
22. Dezember 2019
Children, Go! – Leibnizweihnacht 2019

Auch in diesem Jahr lud die Leibnizschule am letzten Donnerstag vor Ferienbeginn wieder in die St.-Peter-Kirche Offenbach ein, um mit Musik und Schauspiel die besinnliche Winter- und Weihnachtszeit einzuläuten und gemeinsam die hektische Jahresendephase mit friedlichen Tönen auszuklingen.
Die Kinder und Jugendlichen präsentierten in dem gut einstündigen, anspruchsvollen und kurzweiligen Programm die Ergebnisse ihrer wochenlangen Vorarbeit in den Chören und Ensembles neben dem regulären Unterrichtsgeschehen und versetzten das große Publikum mit zarten wie bewegenden Klängen und ausdrucksstarkem Theaterspiel in vorweihnachtliche Stimmung. Mit „Santa Claus is coming to town“ eröffnete die Band 5-7 – Ema Glavan am Mikrofon – herzerwärmend den Konzertabend. Während die jungen MusikerInnen den bewegten Turn-Around instrumental im Hintergrund fortsetzten, führten die beiden Moderatoren Matilda Jakobczak und Yonathan Embaie ins Programm ein. Informativ und humorvoll begleitete das Duett die ZuhörerInnen moderierend durch den Abend.
Ebenso wie die Band der „Kleinen“ zeigte auch das Orchester unter der Leitung von Lydia Arnold musikalisches Geschick, mit einem auf das Ensemble zugeschnittenen Händel-Satz aus der Feuerwerksmusik. Die sauber gestimmten Toms erzeugten unter den Schlegeln des Perkussionisten Jakob Griebsch mit Kirchenhall ein kraftvolles Paukenfeeling und belegten eindrucksvoll, wie nah beieinander Pragmatik, Kreativität und Expertise liegen.
Unkonventionell präsentierte sich auch die Schulband „D101“, welche die Standardbesetzung um Ukulele, Chimes und Xylophon geschickt zu erweitern verstand. So perlten dem Schlagzeuger Vincent Spreng beim Wham-Klassiker „Last Christmas“ neben halbverzerrten Gitarrenklängen die Melodietöne am Stabspiel perkussiv und warmklingend von den Händen. Neda Butt strahlte am Mikrofon große Ruhe aus und übernahm spontan die Gesangsparts für ihre kurzfristig erkrankte Bandkollegin Chaymaa Rafoud. Nach der Ballade „Let it go“ schlossen D101 ihren Auftritt überraschend mit „Jingle Bell Rock“, mit dem sie das Publikum zum Mitklatschen animierten.
Der DS-Kurs der EP von Daniel Kegler regte das Publikum zum Nachdenken an. Mit einer wortlosen Performance vor dem schweren Steinaltar der Kirche, mit weißen Blumen in der Hand und fließenden Bewegungen weckten sie zu Elvis Presleys „Falling in Love“ Assoziationen von Geben und Nehmen, von Haben und Sein, von Gegeneinander und Miteinander. Noch nach Ende der Veranstaltung konnte man Leute über diesen darstellerischen Beitrag interpretieren, sinnieren, diskutieren hören.
Ein besonderes Highlight des Abends waren die beiden Vokalensembles der Leibnizschule, der Chor 5-7 und der Chor 8-Q3. Der Chor der „Kleinen“ wird geleitet von Theresa Stoll und überzeugte nicht nur mit Songauswahl, Klangfülle und Finnischer Aussprache. Den Kindern war die Freude am Singen rührend deutlich anzusehen. Ebenso verhielt es sich mit dem „großen“ Chor, den unser neuer Musikkollege Lukas Heller seit Beginn dieses Schulhalbjahres leitet. Mit „That’s Christmas to me“ erwiesen die Vokalisten den Pentatonix die Ehre und mit dem Gospelarrangement „Children, go tell it“ von Greg Gilpin bescherte der Chor und sein Dirigent zu dessen Leibnizdebüt dem Publikum ein fulminantes akustisches Weihnachtsgeschenk.

Als großes Finale musizierten alle Gruppen gemeinsam „O Holy Night“, füllten den Kirchenraum mit erfüllendem Klang und rundeten damit einen rundum gelungenen Konzertabend ab, was das Publikum mit tosendem Applaus attestierte.
Zum zwölften Mal nun schon war die Leibnizschule Offenbach mit ihrem Weihnachtsprogramm zu Gast in der Kirche St. Peter bei Pfarrer Janusz Piotrowski. Diese mittlerweile eingespielte Kooperation zeigt sich in der Organisation, der Umsetzung und dem Publikumserfolg der Veranstaltung. Die Fachschaft Musik, insbesondere Lydia Arnold und Anna Gregolin, ermöglicht mit frühzeitigen Vorbereitungen, logistischer Umsicht und Tatkraft den Erfolg der Leibnizweihnacht. Aber auch die hauseigene Technik Crew der Leibnizschule (Technik AG), die bereits Mittwoch Mittag mit den Vorbereitungen beginnt, den ganzen Donnerstag mit Aufbau und Soundcheck verbringt und noch spät abends nach dem Konzert das technische Equipment abbauen und zurück in die Schule transportieren muss, hat über die Jahre viel an Erfahrungen sammeln und dabei mithelfen können, die Leibnizweihnacht zu diesem einmaligen Event zu machen, das heute kein Offenbacher mehr verpassen sollte.

Die Leibnizschule dankt allen Mitwirkenden, dem Gastgeber Pfarrer Janusz und den BesucherInnen für diesen besonderen Abend und wünscht Allen eine besinnliche, friedliche und wundervolle Winter- und Weihnachtszeit, erholsame Ferien und einen guten Start ins neue Jahr 2020.
Bericht: Stt
Bildmaterial: Gia Long Nguyen