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Wie sehen Säugetiere Farben? Wie entstehen Neutronensterne? Mit Spannung erwartete der gesamte Jahrgang der Zwölfklässler:innen der Leibnizschule die Wissenschaftler der Johann- Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, um Vorträge aus dem Bereichen der Astrophysik, der Pharmazie, der Biologie, der Virologie und der Hirnforschung zu hören. Die Einladung von Wissenschaftlern am 14. November, dem Todestag des Gelehrten Gottfried Leibniz, ist fester Bestandteil im Konzept der MINT-Schule zur Förderung naturwissenschaftlichen Interesses. Realisiert wird diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Brückenschlag – Wissenschaft an Schulen“.

Prof. Dr. Leo Peichl erläuterte die Unterschiede im Farbsehen der Säugetiere, sodass sich ganz verschiedene Blicke in die Welt ergeben. Mit „Covid 19: Entwicklung, aktuelle Probleme und Lösungen“ sprach Dr. Martin Stürmer ein besonders aktuelles Thema an, während „Alkoholsucht“ am Beispiel von Amy Winehouse, vorgetragen von Prof. Dr. Theo Dingermann und seinem Kollegen Prof. Dr. Dieter Steinhilber, natürlich ein leider zeitloses Problem darstellt. Ausfallen musste krankheitsbedingt leider der Beitrag von Prof. Dr. Jörg Stehle zur Zeitmessung von Neuronen und anderen Zellen. Rainer Gläsel, der Leiter des Projekts sprang dankenswerterweise mit einem Vortrag zur Darwinschen Evolutionstheorie ein. Mit Neutronensternen und Quarks aus dem Forschungsgebiet der Astrophysik begeisterte Prof. Dr. Jürgen Schaffner-Bielich vor allem junge Expert:innen wie Timur und Samed, die vor allem die Entstehung von schwarzen Löchern und die Erklärung von Quarks faszinierte. Nachdenklich verließen Jonna, Anna und Nathalia die Vorlesung über die tödliche Wirkung von Alkohol, die mit Musikeinlagen und Ausschnitten aus einem Interview mit Amy Winehouse Mutter den Jugendlichen sehr nahegebracht wurde. Der Umbau der Kanäle im Gehirn, der die Sucht irreversibel macht, gepaart mit den erschreckenden Zahlen in Deutschland zu den Auswirkungen der 24/7-erhältlichen Droge, regte nach dem Vortrag zu vielen Fragen an, darunter auch zu berufspraktischen wie den Möglichkeiten der Übernahme einer Apotheke.

Fachlich bereichert und mit universitärem Flair in Berührung gekommen zogen die Schüler:innen ein äußerst positives Fazit. Dies spornt alle Verantwortlichen an, im nächsten Jahr neue wissenschaftliche Ergebnisse für den nachfolgenden Jahrgang präsentieren zu können.

Scö, Juc

Nach zwei Jahren Coronapause fanden am Dienstag, den 29.11.22, endlich wieder die Offenbacher Schulschachmeisterschaften der weiterführenden Schulen in unserem Konferenzraum statt. Die VSG 1880 Offenbach und die Leibnizschule hatten gemeinsam zu diesem Event eingeladen. 39 Schülerinnen und Schüler aus vier Offenbacher Schulen waren der Einladung gefolgt. Dass nicht ganz die Teilnehmerzahlen der Vorcoronazeit erreicht wurden, lag genau daran. Aufgrund der laufenden Corona-, RSV- und Grippewelle gab es noch eine Reihe kurzfristiger Absagen.
Die 12 Mädchen und 27 Jungen traten in sechs Runden gegeneinander an und ermittelten in vier Wertungsgruppen ihre jeweiligen Stadtmeister und Stadtmeisterinnen. Eine Klasse für sich war an diesem Tag Florin aus der 8f der Leibnizschule. Mit sechs von sechs möglichen Punkten wurde er verdient neuer Offenbacher Schulschachmeister. Lennart aus der 10b und Kyriakos aus der 4. Klasse der Mathildenschule und somit einziger Grundschüler im Turnier folgten mit je fünf Punkten auf den Plätzen zwei und drei.

Vibhaakar aus der 5a war als Gesamtvierter mit 4,5 Punkten bester Schüler der jüngeren Jahrgänge. Achtklässler Christian holte als fünfter mit vier Punkten noch den Pokal des Drittbesten der älteren Jahrgänge vor dem punktgleichen Sechstklässler Lennart (6b) als Vizemeister der jüngeren Jahrgänge (alle Leibnizschule).

Albert-Schweitzer-Schüler Mohammad kam als siebter ebenfalls auf vier Punkte und gewann den Pokal des besten vereinslosen Teilnehmers vor dem drittbesten Spieler der jüngeren Jahrgänge, Konstantinos, aus der 6h GTK. Zweitbester vereinsloser Spieler wurde Marlon aus dem diesjährigen Abiturjahrgang der Albert-Schweitzer-Schule. Mit ebenfalls noch vier Punkten komplettierte Dominik aus unserer 6e das Trio der besten vereinslosen Spieler auf Platz 10.

Die ersten drei Mädchen gewannen ebenfalls Pokale: Stadtmeisterin Aminata, Leonie und Hannah aus der 8a der Leibnizschule freuten sich mit je 3,5 Punkten über die zugehörigen Pokale.

Die Schulschachmeister*innen der Offenbacher Stadtmeisterschaft 2022

Last but not least gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Sachpreise und Urkunden, so dass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Die drei besten vereinslosen Spieler bekamen darüber hinaus noch Trainingsgutscheine des Offenbacher Schachvereines. Friedhelm Meyer, Vereinsvorsitzender der VSG 1880 Offenbach, freute sich bei der Pokalübergabe mit Leibnizlehrerin Sabine Grasmück-Werner, dass „so viele junge Schachtalente an diesem schönen Turnier teilgenommen haben. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr auch wieder die Grundschulmeisterschaft in der Mathildenschule ausrichten werden können.“

 

 

 

(Text & Bild: GW / red. Bearb.: Blu)