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Viva vox latina – die vermeintlich tote Sprache lebt! Latein stellt nicht nur die Wurzel vieler Fremdwörter im Deutschen dar, die wir völlig selbstverständlich täglich benutzen, sondern umgibt uns auch in Form von zahlreichen Produktnamen und natürlich ebenfalls, wenn wir etliche europäische Fremdsprachen sprechen und hören.

Dies konnten die jungen Gäste beim Schnuppertag Latein, organisiert von Frau Stadler, Frau Buxbaum, Frau Cakmak-Niesen, Frau Klein und Frau Zufall, am vergangenen Donnerstag erfahren, als sie bei verschiedensten Artikeln von Arznei über Müsli bis Zahnpasta entschlüsselten, was der lateinischstämmige Name darauf bedeutet. Sie durchleuchteten detektivisch die deutsche Alltagssprache auf Wörter mit lateinischer Wurzel hin und lösten Kreuzworträtsel. Zum Schluss stimmten alle gemeinsam „Tintinna“ an: „Jingle Bells“ auf Latein.

Bei wem das Interesse geweckt worden ist, der oder die kann im neuen Schuljahr die Klasse 5a besuchen, die Lateinklasse der Leibnizschule, d.h. mit Latein als erster Fremdsprache. Parallel dazu werden zwei Englischstunden belegt, damit das Anfangsenglisch der Grundschule nicht vergessen wird, bis Englisch dann in der 6. Klasse regulär zweite Fremdsprache wird. So kann bis zur 10. Klasse das Latinum erreicht werden, welches in vielen Studiengängen verlangt wird.

Bis dahin bleibt Latein lebendig: in Form einer Theater-AG, eines alljährlichen Projekts über den Alltag der Römer einschließlich Rezepten der frühen Italiener, Fremdsprachenwettbewerben und mit dem Höhepunkt der Romfahrt. Und natürlich sind auch die Lateinstunden nicht verstaubt, wenn es auf die Spuren der Antike mit ihren geschichtlichen Hintergründen und Mythen geht. Dabei werden wertvolle Grundlagen für das Lernen weiterer Sprachen gelegt, nicht zuletzt auch für das Deutsche.

Wer noch tiefer hineinschnuppern wollte, war herzlich eingeladen, dies am Tag der offenen Tür am 30.11.24 im Altbau zu tun: Dort gibt es Beratungsangebote zur Lateinklasse und weitere Möglichkeiten, die alten Römer und ihre Sprache spielerisch kennen zu lernen.

Am Dienstag, den 26.11.24, fanden auch dieses Schuljahr wieder im Konferenzraum der Leibnizschule die Offenbacher Schulschachmeisterschaften der weiterführenden Schulen statt. Damit gab es innerhalb von nur 14 Tagen nach dem Erfolg insbesondere der Mädchen beim Hessischen Schulschachpokal (→wir berichteten) bereits die nächste Gelegenheit, auf dem Brett, das für manche eine Welt bedeutet, zu brilieren. Die VSG 1880 Offenbach und wir als Gastgeber hatten gemeinsam zu diesem Event eingeladen. 37 Schülerinnen und Schüler aus sechs Offenbacher Schulen waren der Einladung gefolgt. Das waren erfreulicherweise zwei teilnehmende Schulen mehr als im Vorjahr. Insbesondere die noch junge Emmy-Noether-Schule war erneut mit zehn Schülerinnen und Schülern vertreten und die IGS Lindenfeld kam erstmals zu Mehreren.

Die 6 Mädchen und 31 Jungen traten in sechs Runden gegeneinander an und ermittelten in vier Wertungsgruppen ihre jeweiligen Stadtmeister und Stadtmeisterinnen. Eine Klasse für sich war an diesem Tag erneut Titelverteidiger und VSG-Mitglied Florin aus der 10f der Leibnizschule. Mit voller Punktzahl wurde er völlig verdient zum dritten Mal in Folge Offenbacher Schulschachmeister. Avin aus unserer 10c konnte alle Spiele bis auf das gegen Florin gewinnen und sicherte sich mit fünf Punkten den zweiten Platz und den Stadtmeistertitel der vereinslosen Spieler. Adrian aus der 10a und Spieler des SC Heusenstamm sicherte sich mit ebenfalls fünf Punkten den dritten Platz und den Vizetitel der älteren Jahrgänge (Geburtsjahr 2011 oder früher).

VSG-Jugendspieler Sebastian aus der siebten Klasse der Albert-Schweitzer-Schule kam in der Endabrechnung auf 4,5 Punkte, was ihm als Vierter den Schulschachmeistertitel der jüngere Jahrgänge (2012 und jünger) einbrachte. Mit jeweils vier Punkten folgen auf den Plätzen Dimitrios aus der 10a (3.Platz ältere Jahrgänge), Seldin (7GTK, 2. Platz Vereinslose), Sebastian (9a, 3. Platz Vereinslose), Vibhaakar (7c, 2. Platz jüngere Jahrgänge) und Hannah aus der 10a als neue Stadtmeisterin. Mit 3,5 Punkten holte Aaron (7GTK) den dritten Platz der jüngeren Jahrgänge. Avida und Mary aus der 5a holten mit drei bzw. 2,5 Punkten den zweiten und dritten Platz in der Mädchenwertung.

VSG-Mitglied Armin wurde mit 3,5 Punkten bester Schüler der IGS Lindenfeld. Filip gelang dies mit drei Punkten für die Ernst-Reuter-Schule und Benjamin für die Emmy-Noether-Schule. Stanislav war mit den vorgenannten punkteseitig gleich auf und wurde bester Schüler der Schillerschule.

Last but not least gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Urkunden, so dass niemand mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Horst Müller, im Vorstand der VSG 1880 Offenbach für das Schulschach zuständig, freute sich bei der Pokalübergabe mit Leibnizlehrerin Sabine Grasmück-Werner, dass “dieses Jahr wieder einmal viele junge Schachtalente an diesem schönen Turnier teilgenommen haben“.

DIe Schulgemeinschaft gratuliert den wieder einmal sehr erfolgreichen Schachspielern zu ihren Erfolgen!

 

 

 

(Text & Bild: GW / red. Bearb.: Blu)