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23. November 2018
„Brückenschlagen“ ins universitäre Studieren – Wissenschaftstag 2018

Nachdem die Leibnizschule 2016 anlässlich des Leibniz-Jahres zum ersten Mal einen Wissenschaftstag für die Q3 veranstaltet hatte, hat sich dies mit der diesjährigen dritten solchen Veranstaltung, wie man nun wohl hoffen darf, als Tradition etabliert.
Veranstaltet wird dieser Projekttag, an dem Univeritäts-ProfessorInnen Vorträge für Schüler halten, in Zusammenarbeit mit dem an der Goethe-Universität Frankfurt angesiedelten Projekt „Brückenschlagen“, geleitet von Rainer Gläsel, in dessen Biographie sich schulisches und universitäres Lehren verbinden.
Die Schüler konnten je zwei aus vier Themen wählen, zu denen sie sich einen Vortrag anhören und in der nachfolgenden Diskussion auch weiterführende Fragen stellen konnten.
Der Vortrag von Frau Prof. Dr. Claudia Büchel, die insbesondere auch den SchülerINNEN vor Augen führte, dass selbst die Naturwissenschaften in den Universitäten längst nicht mehr wie früher noch eine klare Männerdomäne sind, behandelte beispielsweise die Frage, wie Pflanzen mit wechselhaften Lichtintensitäten zurechtkommen. Im Fokus standen dabei molekulare „Schalter“ in den sogenannten Lichtsammelfallen, die bei der Photosynthese für die Energieaufnahme zuständig sind.

Jungen und Mädchen hängen der Professorin vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an den Lippen,…

…obwohl sie über molekulare Mechanismen der Photosynthese spricht, ein Angstthema vieler SchülerInnen…
Zur Auswahl standen außerdem ein Vortrag von Prof. Dr. Rainer Grininger über „Resistente Erreger – ein Wettlauf um Leben und Tod“, Prof. Dr. Stehles Vortrag über Chronobiologie zu der Frage: „Wie messen Neurone und andere Zellen die Zeit?“ und bei Prof. Dr. Bruno Deiss eine unter dem Titel „Neues vom Urknall“ firmierende Auseinandersetzung mit der Frage, was sich über das Wesen und die Entwicklung des Universums sagen lässt und was künftigen Forschergenerationen in diesem Feld noch zu tun bleibt.

Prof. Deiss aktivierte die neugierigen Zuhörer selbst, etwa hier durch einen Schülerbeitrag zur Rotverschiebung,…

…und bewies, dass Wissenschaftler weit mehr als Erbenszähler sind, sondern selbst dann, wenn sie sich mit Rosinen beschäftigen, mitunter Fragen kosmischen Ausmaßes zu klären vermögen,…

…von denen aber noch so viele unbeantwortet sind, dass für die Generation der heutigen Schülerschaft noch unzählige Forschungsthemen übrig bleiben…
…von denen aber noch so viele unbeantwortet sind, dass für die Generation der heutigen Schülerschaft noch unzählige Forschungsthemen übrig bleiben…

Auf dem Gruppenbild mit Damen von links nach rechts: Frau Corlija, Frau Prof. Dr. Claudia Büchel, Herr Prof. Dr. Martin Grininger, Herr Prof. Dr. Jörg Stehle, Herr Prof. Dr. Bruno Deiss sowie Projektleiter Rainer Gläsel.
Wir danken den Referenten für ihre interessanten Vorträge und freuen uns schon auf die Fortführung dieser Tradition im nächsten Jahr…
(Text und Bild: Blu)
16. November 2016
Von der Science Night zur MINT-freundlichen Schule

Vom besonderen Stellenwert der MINT-Fächer an der Leibnizschule
„Mundus in nuce tenetur“ – hätte Leibniz, der Erfinder der Monadenlehre sagen und, hätte er ihn gelesen, sich dabei von Shakespeare inspirieren lassen können, der seinen Hamlet (II, 2, 254) sagen lässt „I could be bounded in a nutshell and count myself a king of infinite space.“ – und der damit zumindest einen der bekanntesten Naturwissenschaftler unserer Tage, Stephen Hawking, zu dessen Buchtitel „Das Universum in der Nussschale“ („The Universe in a Nutshell“) inspirierte.
Man mag von der Monadologie halten, was man will, aber in der Schule geht es durchaus immer wieder darum, das Große und Großartige (eine Welt) im Kleinen (der vom Schülerhirn zu knackenden „Nuss“) zu entdecken, zu erkennen und sich anzueignen und sich dabei wie Könige ihrer Zunft zu fühlen – und aus den Erkenntnissen gegebenenfalls auf die große Welt hin zu abstrahieren.
Und einen solchen Weltzugang bieten in besonderem Maße jene Fächer, deren Anfangsbuchstaben auch die vier Wörter des fiktiven Ausspruchs einleiten, dem zufolge (schon) in einer Nuss(schale) eine (Leibniz würde in gewisser Weise gar annehmen, DIE) Welt enthalten sei: Mundus In Nuce Tenetur = MINT.
Eigentlich steht diese Abkürzung natürlich für etwas ganz anderes:
- Mathematik
- Informatik
- Naturwissenschaften
- Technik
Das sind die sogenannten MINT-Fächer.
Die Leibnizschule bemüht sich seit Jahren verstärkt um deren Förderung, nicht nur im Leibniz-Jahr 2016. Und für ihr langjähriges Engagement in diesem Bereich wurde die Schule nun geehrt. Dabei geht es unter anderem darum, dass für eine moderne Vermittlung dieser Fächer die nötigen technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Die technische Ausstattung im naturwissenschaftlichen Trakt (moderne Experimentierplätze, PC-Räume, Smartboards, Mikroskope, biologische Modelle, Geräte für physikalische Experimente und vieles mehr) wurde hierfür in den letzten Jahren auf Vordermann gebracht (woran neben den SammlungsleiterInnen auch unsere bisherige Konrektorin Frau Wölbern mit großem Engagement beteiligt war).
Durch Fortbildungen wurden auch die Lehrkräfte im Umgang mit der technischen Ausstattung geschult und hat sich auch fachinhaltlich stets weitergebildet.
Hinzu kommen diverse Kooperationen mit naturwissenschaftlichen Einrichtungen und wie etwa entsprechenden Fachbereichen der Johann Wolfang Goethe-Universität in Frankfurt sowie mit Firmen, deren Arbeit im Bereich der MINT-Fächer einzuordnen ist.
Natürlich muss all das auch bei den Schülern ankommen – und das geschieht nicht nur ohnehin schon im Regelunterricht in den Naturwissenschaften, sondern auch in Projekten und AGs unterschiedlichster Prägung, durch Unterricht in Informatik und NaWi und die Nutzung von PCs und Internet im Unterricht auch anderer Fächer, Teilnahme an und Unterstützung bei Wettbewerben und Sonderveranstaltungen (wie etwa dem Wissenschaftstag anlässlich des 300. Todestages unseres Namenspatrons Leibniz am 14.11.2016).
All das hat Früchte getragen, was sich unter anderem daran erkennen lässt, dass in den letzten Jahren stets Abiturienten der Leibnizschule von den verschiedenen naturwissenschaftlichen Gesellschaften für ihre Leistungen im Abitur in den MINT-Fächern geehrt wurden.
Nun hat die Leibnizschule für dieses ihr Engagement eine Zertifizierung erhalten und darf sich nun ganz offiziell „MINT-freundliche Schule“ nennen.
Am 10.11.2016 wurde der Leibnizschule, vetreten durch die Fachbereitsleiterin der Naturwissenschaften Frau Eller sowie durch die Mathematik- und Informatiklehrkräfte Frau Z. und Herrn L., unter der Schirmherrschaft des hessischen Kultusministers Lorz sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) in Wiesbaden das Zertifikat überreicht.
Unmittelbar am vorangegangenen Abend hatten sich bereits potentielle künftige LeibnizschülerInnen bei der Science Night davon überzeugen können, wie MINT-freundlich unsere Schule ist.
In den Fächern Physik, Chemie und Biologie konnten die interessierten JungwissenschaftlerInnen interessante Experimente beobachten oder gar – in den meisten Fällen – selbst durchführen. Neugier, Faszination, Staunen waren den Gesichtern deutlich anzusehen. Eines der Highlights war Herrn Wagners Hund, an dem der Biologielehrer Details der Wirbeltieranatomie besonders anschaulich demonstrieren konnte. Aber auch Experimente aus Physik und Chemie, die teils mit speziellen Materialien, teils aber auch mit einfachen alltäglichen Haushaltsgegenständen durchgeführt wurden, überraschten die Viertklässler und schürten ihre Neugier darauf, was der Fachbereich Naturwissenschaften an der Leibnizschule für sie bereithalten möge…
Im Folgenden wollen wir zumindest einen ungefähren Eindruck von jenem Abend vermitteln mittels einer Handvoll Fotos aus den Fächern Biologie…
…und Physik:
Von SchülerInnen und LehrerInnen mit solcher wissenschaftlichen Neugier und solchem fachlichen Interesse lebt (unsere) Schule und wir werden – wie bisher schon – auch künftig nicht müde werden, uns (unter anderem auch in besonderem Maße) für die MINT-Fächer einzusetzen und unserem Ruf als MINT-freundliche Schule so auch weiterhin gerecht zu werden.
(Fotos: Lgl, Irm, Geb / Text, Bildbearb. und red. Bearb.: Blu)




