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Vorstellung des neuen Schulleiters Marcel Neeb durch Herrn Winter

Im Rahmen der Schuljahreseingangskonferenz des Schuljahres 2025/26 am 15.08.2025 wurde der Schulöffentlichkeit durch Schulamtsdezernent Winter der neue Schulleiter Herr Marcel Neeb vorgestellt, der die Nachfolge von Herrn Dombrowski antritt und neben Deutsch wie dieser auch Musik unterrichtet.

Herr Neeb betonte, er habe sich ganz bewusst für die Leibnizschule entschieden und sei deshalb sehr froh, für deren Leitung ausgewählt worden zu sein. Leitbild und Schulprogramm der Leibnizschule hätten ihn überzeugt und er freue sich schon darauf, an ihrer fortgesetzten Umsetzung und Weiterentwicklung mitzuwirken.

Bei wem angesichts des auf dem Titelbild zu sehenden (und tatsächlich selbstverständlich lediglich dem Streben nach dem besten Foto geschuldeten) Kniefalls eines Kollegen der Eindruck entstanden sein sollte, es habe sich um eine Inthronisation gehandelt, darf zur Beruhigung Herrn Neebs Beteuerung herangezogen werden, er wisse, eine Schule lebe nur vom Engagement aller Beteiligten, und er wolle richtungsweisende Entscheidungen stets gemeinsam mit allen Verantwortlichen treffen. Und seine Tür stehe immer offen. Das lässt auf einen geschmeidigen Übergang und darauf hoffen, dass, wie es sich explizit auch Herr Neeb wünscht, indem er hiermit aus einem seiner Lieblingsgedichte, Hermann Hesses „Stufen, zitiert, auch diesem „Anfang […] ein Zauber inne[wohnt]“.

In diesem Sinne wünschen wir ihm wie auch uns eine gute Eingewöhnung und eine harmonische und produktive Zusammenarbeit jetzt und in den kommenden Jahren und heißen ihn herzlich in der Schulgemeinde der Leibnizschule willkommen.

 

 

 

(Text & Bild (unter Verwendung einer Zeichnung von Sey) inkl. red. Bearb.: Blu)

 

 

„Heute geh ich. Komm ich wieder, Singen wir ganz andre Lieder. Wo so viel sich hoffen lässt, Ist der Abschied ja ein Fest.“ Unter dem Motto dieses Goethe-Wortes stand die große Verabschiedungsfeier am 3. Juli 2025. Nach 18 Jahren der Gestaltung der Leibnizschule geht Schulleiter Christoph Dombrowski nun in den Ruhestand. Ganz andere Lieder hat er vor allem in Form eines ganz anderen Tons im Sinne einer menschlichen, konstruktiven und allgemein positiven Schulatmosphäre und -kultur angestimmt, als er die Leitung sehr plötzlich als eigentlich gerade neuer stellvertretender Direktor übernehmen musste. Mit einer nur sehr kurzen Einarbeitungsphase stand er vor der gewaltigen Aufgabe, praktisch die Arbeit beider Stellen zu übernehmen, und zwar in einer Phase der Umgestaltung Hessischer Schulen von G9 auf G8 sowie größerer innener Umbaumaßnahmen aufgrund von in den 60er und 70er Jahren verbauten gesundheitsgefährdenden Stoffen: Eine Herausforderung, um die ihn niemand beneiden konnte und die er nie krank und bei allem Stress immer freundlich und somit einfach meisterhaft bewältigte! Ganz andere Lieder entstanden unter dem Musiker auch in den weiteren Jahren in Form von Musikkultur und Carlo Stottmeiers Vertonung des Schulmottos „Wir wollen´s wissen“, dem Schulsong, der auch an diesem Abend anklang. Und „Komm(e) (er) wieder“, wünschen sich nicht nur Sana und Arig in Bezug auf ihr Abitur im nächsten Jahr, da spricht die ganze Leibnizschule!

Dass „der Abschied (…) ein Fest“ würde, galt nicht nur ihm, denn zunächst einmal verabschiedete Herr Dombrowski selbst zwei Kolleginnen und einen Kollegen auf dieser Feier:

Frau Anna-Maria Klein als langjährige Lehrerin für Latein, katholische Religion und Darstellendes Spiel hatte sich vor allem in der Stufenleitung 5-7 sowie in der Mediation verdient gemacht, stets mit dem Anspruch, die Dinge weiter zu verbessern, anstatt sich einfach zufrieden zu geben. Zufrieden sei sie nun im Rückblick und beim Eintritt in die Pension, betonte sie, sie sei gerne Lehrerin und an dieser Schule gewesen, immer die Schülerinnen und Schüler im Blick habend. Frau Stadler dankte ihr für ihre Betreuung während des Referendariats, erinnerte an gemeinsame Trierfahrten und zusammen mit Herrn Kress und Frau Dörr an das Stemmen der Herausforderungen während und nach der Pandemiezeit im Altbau sowie des fortwährend wichtigen Bausteins der Hausaufgabenbetreuung.

Mit Herrn Daniel Kegler, dessen Wunsch nach einem deutlich kürzeren Schulweg nun mit Schloss Hansenberg in Erfüllung geht, verlässt nicht nur ein geschätzter Fachkollege für Geografie, Geschichte und Darstellendes Spiel, sondern das kaum zu ersetzende Musical die Leibnizschule: eine stolze Tradition mit einem Zusammenspiel aus darstellerischer, musikalischer und technischer Höchstleistung, ein Auftritt, auf den sich Schülerinnen und Schülern zwei Jahre vorbereiten müssen, bevor er bühnenreif wird!

Auch Frau Esther Bochinski wird nun einen kürzeren Schulweg haben, wofür sie schweren Herzens ihr Kollegium verlässt. Sie ist ebenfalls viele Jahre an der Leibnizschule gewesen, wenn auch mit einigen Unterbrechungen, wenn ein weiteres Kind das Licht der Welt erblickte. Dass ihr Kinder am Herzen liegen, davon zeugt nicht nur ihre Art, wie sie ihren Beruf ausübt, sondern auch die Spendenbox auf der Verabschiedungsfeier zugunsten des Kinderschutzbundes Aschaffenburg.

„Woran erkennt man, dass das Land Hessen einen in Kürze in die Pension entlassen wird?“, fragte Herr Dombrowski. Antwort: „Am Landesticket, das nur noch bis Ende Juli ausgestellt ist!“ Wie viel ihm das Land Hessen, die Stadt Offenbach und die Schulgemeinde der Leibnizschule zu verdanken haben, können weder ein Ticket noch die Entlassungsurkunde spiegeln; dies machten Amtsdezernent Markus Winter, Stadtrat Paul-Gerhard Weiß, Fröbelschulleiter Andrew Krutsch, IGOS- (=Offenbacher Schulleiterbündnis) Vertreterin Sabine Henning, die ehemalige stellvertretende Schulleiterin und nun Direktorin in Bensheim Nicola Wölbern, Schülerverterinnen Sana N. und Arig A., Schulelterinbeirätin Claudia Hofmann, Förderkreisvorsitzender Ralf Christner, Personalrat Michael Ludwig, das Schulleitungsteam sowie Kolleginnen und Kollegen in ihren Beiträgen deutlich:

Die „neuen Lieder“, die der Seligenstädter Diplom-Chor-Dirigent im übertragenen Sinne angestimmt hat, stellte Herr Winter heraus: Die Leibnizschule als selbstständige Schule, die Nachmittagsbetreuung, die Ganztagsklasse, die Club-of-Rome-Mitgliedschaft, die Digitalisierung, die Einführung multiprofessioneller Teams, die Mitarbeit im BFZ in Sachen Inklusion sowie seine Rolle als IGOS-Sprecher – allesamt herausragende Leistungen, die wir vermisst hätten, hätte Herr Dombrowski sich für eine berufliche Karriere in der Musik entschieden! Dass er keine Veränderungen gescheut, sondern sie in unzähligen Telefonaten eingefordert habe, betonte anerkennend auch Herr Weiß und gestand, die Gebäudesanierung bleibe auf der Agenda, aber (mit einem Augenzwinkern) man sei immerhin weiter als der Frankfurter Nachbar. Herr Krutsch bedankte sich mit einem Becher aus eigener Produktion der Fröbelschule für die gelebte Partnerschaft mit der Schule für praktisch Bildbare, konkret umgesetzt in der Kooperationsklasse und in der Neuausrichtung des gemeinsamen Schulfestes. Die Umsetzung der Inklusion überhaupt und nicht nur im Projekt Partnerschaft zwischen der Fröbel- und Leibnizschule lobte ebenfalls Frau Henning wie auch die sanften Töne des Dirigenten. Frau Wölbern veranschaulichte anhand ihrer ersten Mail, die sie von Herrn Dombrowski um 5.15 Uhr erhalten habe, wie im wahrsten Sinne des Wortes er unermüdlich für die Schule gearbeitet habe. Sie habe zudem erlebt, wie er Menschen etwas zutraut, was dann ihre Zusammenarbeit im Schulleitungsteam geprägt habe. Dem konnten Sana und Arig voll und ganz zustimmen, für die Herr Dombrowskis Tür immer offen stand und mit dessen Hilfe (darunter auch mal rund 30 E-Mails an einem Tag) sie viel möglich machen konnten – und weiterhin machen werden, zwar ohne ihn, aber mit seinem geschenkten Vertrauen im Rücken. Die von ihnen für seinen Garten überreichte Hortensie solle symbolisch aufblühen wie die Schülerinnen und Schüler in seiner Ägide. Frau Hofmann verwies auf das bunte, vielfältige Leben an der Leibnizschule und Herr Christner schätzte die Fähigkeit Herrn Dombrowskis, zuzuhören und gleichzeitig klare Entscheidungen zu treffen. Beide freuen sich schon auf ein Wiedersehen auf dem gemeinsam ins Leben gerufene Schulfest, als nächstes am 5. September! Abschließend berichtete Herr Ludwig von Problemen, die auf Personalrätetreffen beklagt wurden – die den Kolleginnen und Kollegen der Leibnizschule dankenswerterweise gänzlich fremd gewesen sind.

Herr Dombrowski erklärte sich froh, den schulischen Weg beschritten zu haben, trotz aller Leidenschaft für die Musik, der er sich nun verstärkt widmen wolle. Auch seine, natürlich bei der Feier vertretene, Familie werde bald wieder mehr von ihm haben; nicht zuletzt verlangen jetzt Enkelkinder seine Aufmerksamkeit. Bei allem, wofür er sich eingesetzt hat, sei seine Leitfrage gewesen: „Was brauchen Offenbacher Schülerinnen und Schüler?“ Dass es ihm gelungen ist, diesen Bedürfnissen den bestmöglichen Rahmen und Boden zu geben, lässt sich an der Leibnizschule ablesen, deren Aufgabe es sein wird, dies am Leben zu halten. Dafür werden sich Frau Sharrock mit dem Team der erweiterten Schulleitung einsetzen – bald verstärkt durch Herrn Marcel Neeb, den neuen Schulleiter zum Schuljahresbeginn.

Bevor der feierliche Abend in der sommerlichen Nacht zu Ende ging, wurden weitere neue Lieder gesungen: (um)gedichtet von der Musikfachschaft, einem Kollgiumschor und mit einem Poetry-Slam-Beitrag ähnlich von Herrn Schäfer.

Wir danken Herrn Dombrowski, Frau Klein, Herrn Kegler und Frau Bochinski für ihren jeweils großartigen Einsatz an der Leibnizschule und wünschen Herrn Dombrowski und Frau Klein Glück und Gesundheit im wohlverdienten Ruhestand sowie Herrn Kegler und Frau Bochinski weiterhin viel Freude und Erfolg in ihrer Zukunft als Lehrer und Lehrerin an ihren neuen Schulen!