Am 04.09.2026 unternahm der Chemie-Leistungskurs unter der Leitung von Herrn Steppuhn eine Exkursion zum Hauptsitz der BASF nach Ludwigshafen, dem mit 10 km2 Fläche weltweit größten zusammenhängenden Chemieareal. Dort wurden wir freundlich von einer Chemikerin des Besucherzentrums empfangen. Sie erklärte uns auf einer interaktiven Karte die Entwicklung des Geländes und informierte uns über einige Nachhaltigkeitsstrategien des Konzerns, u.a. eine möglichst CO2-freie Produktion bis 2050 sowie über Forschung und Produktion nachhaltiger Kunststoffroherzeugnisse.
Anschließend fuhren wir mit dem Bus über das riesige Werksgelände. Wir waren fasziniert von den endlosen oberirdischen Rohrsystemen, die die Produkte und Edukte über eine gigantische Strecke von insgesamt knapp 2000 km transportieren. So werden beispielsweise Nebenprodukte von einer Anlage zur nächsten transportiert, um dort als Ausgangsstoff für andere chemische Synthesen verwendet zu werden. Um exemplarisch zu sehen, wie dieser sogenannte Verbundstandort funktioniert, besuchten wir den Produktionsleiter der Biopolymer-Kunststoffabteilung. Hier konnte eine Verknüpfung zum aktuellen Unterrichtsthema hergestellt werden. Zudem durften wir die Anlage betreten, stiegen auf 45m Höhe zu den Reaktionskolonnen auf und erlebten nebenher einen beeindruckenden Ausblick über das gesamte Betriebsgelände.
Der Erfolg der Exkursion bestand darin, dass erlebbar gemacht wurde, wie die schulische Theorie und Praxis vom Labormaßstab in die Massenproduktion übertragen wurde. Den Tag rundeten wir mit einem gemeinsamen Mittagessen im benachbarten Mannheim ab.
Text: Hanna, Q3-Sey; Bilder: Ste
Dieser Exkursion war eine Lehrkräfte-Fortbildung bei BASF im letzten Jahr vorausgegangen:
Am 19.09.2025 fand am Nachmittag ein Chemie-Fachtag der besonderen Art bei der BASF statt, an der die gesamte Chemie-Fachschaft teilnahm.
Die BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik) ist der größte Chemiekonzern der Welt mit Stammsitz in Ludwigshafen. Auf einer Fläche von ca. 10 km2 (halb so groß wie der Frankfurter Flughafen) werden unzählige Grundstoffe hergestellt, die in allen Anwendungsbereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Das Betriebsgelände ist als Verbundstandort konstruiert, d.h. dass die einzelnen chemischen Prozessketten über gigantische Rohrleitungsnetze miteinander verknüpft sind.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Hauptkantine besuchte die Fachschaft ein Laboratorium zur Biopolymer-Forschung. Ziel der Forschungsgruppe ist es, modernere nachhaltige Kunststoffprodukte zu entwickeln, die biologisch abbaubar sind. Hierzu werden die hergestellten Produkte wie Kaffeebecher über langskalige Messreihen unter verschiedenen Umgebungsbedingungen wie Salzwassereinfluss oder verschiedene Bodentypen getestet, um möglichst reale Situationen nachzustellen. Auch Ergebnisse von diversen Forschungsreisen vor allem in tropische Gebiete, die die Labormessreihen im realen Maßstab unterstützen sollen, wurden präsentiert. Gerade als Mitglied im Club-of-Rome-Schulnetzwerk war es für die Fachschaft sehr interessant zu sehen, wie naturwissenschaftliche Forschung und die Industrie versuchen, großen gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit Alternativen anzubieten.
Nach der zweistündigen Laborbesichtigung wurde eine große einstündige Werksrundfahrt per Bus durchgeführt, um die Dimensionen und die Logistik des BASF-Werkes zu erfassen. Neben dem gewohnten schulischen Labormaßstab nun die großtechnischen Reaktoren, Leitungssysteme und die gesamte logistische Infrastruktur wahrzunehmen, die die hergestellten Produkte auf die Straße, auf die Schiene und auf den Rhein bringen, brachte die Fachschaft ins Staunen, unterstützt durch die sehr humorvollen Kommentare unseres Werkführers.
Herr Steppuhn, der als Student in den Schülerlaboren der BASF beschäftigt gewesen war, hatte den Kontakt zu Dr. Joachim Wünn, dem Leiter der BASF-Schülerlabore, hergestellt. Herr Wünn hatte daraufhin das Programm geplant und die einzelnen Schritte organisiert. Als Dank bekam Herr Wünn, der selbst Imker ist, ein Glas Leibnizhonig, worüber er sich sehr gefreut hat.
Am frühen Abend endete der offizielle Fachtag mit einem gemütlichen Abend und privater Übernachtung in der Pfalz. Nach dem Frühstück und einer kurzen Wanderung zur alten Burgruine Neuleinigen bei Grünstadt wurde die Heimreise angetreten.
Text & Bilder: Ste; Google-Maps




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