Vom 19. bis 27. Februar 2026 fand in beiden Schulgebäuden der Leibnizschule eine Gedenkausstellung zum rassistischen Anschlag in Hanau im Jahr 2020 statt.
Die Ausstellung wurde von Schülerinnen und Schülern der AG Bühne für Gesellschaft entwickelt und gestaltet.
Durch die als Hashtag verbreitete Aufforderung #saytheirnames versuchen die Hinterbliebenen, dass Gedenken an die Ermordeten wach zu halten, sie sollen nicht vergessen werden:
- Fatih Saraçoğlu,
- Ferhat Unvar,
- Gökhan Gültekin
- Hamza Kurtović,
- Kaloyan Velkov,
- Mercedes Kierpacz,
- Said Nesar Hashemi,
- Sedat Gürbüz und
- Vili Viorel Păun
sollen aber nicht nur in der Erinnerung weiterleben, ihr Schicksal soll zugleich als Mahnung dienen und auch an die Ursachen und Begleitumstände der Tat erinnern, an Scharfmacherei in der Gesellschaft und im Netz durch rechte Hetzer inklusive eimnschlägiger Politiker und Parteien sowie an Fehler seitens der Polizei.
An ein „Nie wieder“ gemahnte zeitgleich eine allerdings schon drei Wochen zuvor gestartete kleine Ausstellung in der Mediathek mit Büchern aus einem Nachlass, die sich in unterschiedlicher Weise mit den Themen Judentum und dem Holocaust auseinandersetzen.
Anlass war der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, der seit 1996 in Deutschland und Großbritannien und seit 2005 von den gesamten Vereinten Nationen begangen wird und einen besonderen Anlass gibt, sich diesen Büchern zuzuwenden. Sie laden dazu ein, innezuhalten und sich mit diesem wichtigen Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen.
Solche Ausstellungen sind wichtig, die Erinnerungskultur, so sehr sie auch rechtsextreme Politiker und Parteien an den Pranger stellen, ist wichtig und unverzichtbar, wenn man die Schrecken der Geschichte nicht wiederholen will – und das Attentat von 2020 zeigt leider nur allzu deutlich, wie aktuell die Notwendigkeit des Erinnerns ist und bleibt.
In diesem Sinne: Gedenken wir der Ermordeten, malen uns aus, welche Leben sie hätten führen können, und führen wir uns vor Augen, wie menschenverachtend und anmaßend es ist, auch nur einem einzigen Menschen das Existenzrecht oder seinen Wert abzusprechen.
„Es ist ein Wunder, daß ich all meine Hoffnungen noch nicht aufgegeben habe, denn sie erscheinen absurd und unerfüllbar. Doch ich halte daran fest, trotz allem, weil ich noch stets an das Gute im Menschen glaube.“
Das schreibt Anne Frank keine drei Wochen vor ihrer Verhaftung noch am 15. Juli 1944. Obwohl sich für sie ihre Hoffnung nicht erfüllte, sollten wir uns ihren Optimismus zum Vorbild nehmen und an dieser Hoffnung festhalten – und das geht nur, wenn wir uns die Vergangenheit vor Augen führen und die Zeichen rechtzeitig erkennen, wenn Menschen ihre Menschlichkeit zu vergessen drohen.
(Bild und Text: Blu, unter Verwendung von Informationen von Gül und Bak / red. Bearb.: Blu)





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