Der Bundesweite Vorlesetag, der von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung initiiert wurde, findet seit 2004 alljährlich am dritten Freitag im November statt und hat auch in der Leibnizschule seinen Platz.
Am 24.11.2025 lasen Lernende aus Frau Kehls Deutsch-Leistungskurs den 5. Klassen aus altersgemäßen Büchern vor und gaben ihnen auch die Gelegenheit, mit ihnen über die gelesenen Texte zu sprechen.
Der Bundesweite Vorlesetag will Freude am Lesen wecken und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.
Laut der seit 2008 jährlich durchgeführten Studie „Vorlese-Monitor“ auch im aktuellsten vorliegenden Durchlauf von 2022 der Stiftung Lesen fördert Vorlesen
- die sprachliche Entwicklung von Kindern,
- ihren Zugang zum späteren eigenen Lesen und den schulischen Erfolg in allen Fächern,
- die Entwicklung von Persönlichkeit und sozio-emotionalen Kompetenzen von Kindern,
- ihre langfristigen Bildungs- und Lebenschancen.
Dass nun den Lernenden bereits in der 5. Klasse vorgelesen wird (in manchen Fällen vielleicht zum ersten Mal!) schafft einen niederschwelligen Zugang zum Lesen, von dem wir hoffen, dass er von den Lernenden genutzt wird. In Zeiten, in denen das Internet, nicht zuletzt in Form der sozialen Medien, und Streaming-Dienste für vielfältige Ablenkung sorgen, ist der Griff zum Buch für viele nicht selbstverständlich. Aber – das zeigen unzählige Studien bis hin zur PISA-Studie – Lesen ist eine Schlüsselkompetenz.
Johannes Gutenberg wäre nicht zum Mann und seine Buchdrucktechnik zur Erfindung des 2. Jahrtausends gewählt worden, wären das gedruckte Wort und dessen Lektüre nicht ein so wesentlicher Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
In diesem Sinne kann man hier zum Schlusse getrost mit Voltaire (und einem kleinen Seitenhieb aufs Zocken, Zappen und Doom-Scrolling) sagen:
„Lisez, éclairez-vous ; ce n’est que par la lecture qu’on fortifie son âme ; […] le jeu la resserre.“
„Lest, bildet euch! Nur durch das Lesen entwickelt man seinen Geist – […] das Spielen engt ihn ein.“
(Bild: Wal / Text und red. Bearb.: Blu)
(Das Voltaire-Zitat stammt aus dem 10. Kapitel seiner Erzählung „L’Homme aux quarante écus“ („Der Mann mit vierzig Talern“)

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