Am Donnerstagabend, dem 15.1.26, öffnete der naturwissenschaftliche C-Trakt der als „MINT-freundlich“ ausgezeichneten Leibnizschule seine Türen für rund 70 neugierige kleine Forscherinnen und Forscher aus den Grundschulen und eröffnete ihnen eine Welt des Experimentierens und Staunens:
Unter der Federführung von Fachbereichsleiterin Frau Juchelka und stellvertretender Schulleiterin Frau Sharrock hatten die Lehrkräfte der Biologie, der Chemie und der Physik, Herr Knieper, Frau Khawajah, Frau Waack, Frau Basaran-Aghbar, Frau Hollosy, Frau Höflich und Herr Lührs zusammen mit beachtlichen 55 Schülerinnen und Schülern aus der Oberstufe, die an dem Abend für ihre jungen Besucherinnen und Besucher im Einsatz waren, verschiedenste Experimente vorbereitet.
In der Biologie waren alle fünf Sinne gefragt; es gab Geschmacks- und Hörproben, einen Fühlkasten und Versuche, die offenbarten, wie uns beide Augen im Zusammenspiel das Bild von unserer Umwelt vermitteln, das wir für selbstverständlich halten. Diese Selbstverständlichkeit durchbrach am stärksten die „Verkehrtherum-Brille“, mit der man quasi überkopf und vertauschtem Links und Rechts einem Parcours folgen musste, was sich als schwindelerregend schwierig erwies.
Wie sehr uns die Optik täuschen kann, konnten die jungen Gäste in der Physik erfahren: Spiegel erzeugten dort die Illusion einer zum Greifen nahen Ente und Spinne, ein ins Wasser geschobener Stab schien plötzlich einen Knick zu haben und Schattenspiele mit Farbspektren schufen eine bunte Zauberwelt. In diesem abgedunkelten Raum bekamen die Mädchen und Jungen auch eine Vorstellung des Universums, in dem die Sonne ihr Licht auf den jeweiligen Teil der Erde wirft und es dort Tag sein lässt.
Wo kein Tageslicht herrscht, braucht man elektrisches Licht, welches Frau Waack mit sportlichem Tritt in die Pedalen eines Ergometers mit Glühbirnen erzeugte. Körpereinsatz war ebenfalls auf einem Drehstuhl verlangt, der veranschaulichte, wie Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer schneller oder langsamer ihre Pirouetten drehen, nämlich mit ausgestreckten oder eingezogenen Armen, im Effekt verstärkt durch Gewichte in den Händen. Welchen Verdrängungseffekt die Form eines Körpers hat, zeigten auch geknetete Gebilde, die entweder auf dem Wasser schwammen oder darin versanken.
In der Chemie mussten alle Kinder eine Schutzbrille aufsetzen, denn hier gab es Flammen und Flüssigkeiten in verschiedenen Farben, Stoffe, die in Kombination wurstartig schäumend aus dem Reagenzglas schossen, liebevoll „Elefantenzahnpasta“ genannt, und eine Chemikalie, die in Luftballons gefüllt diese durch Draufschlagen größer werden ließ.
Während die Kleinen ausprobierten, entdeckten, erfuhren und staunten, wurde ihren Eltern in der Mensa mit ein paar Snacks und Getränken sowie der Gelegenheit zum Austausch die Wartezeit verkürzt, bis ihre Kinder ihnen auf dem Nachhauseweg von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen aus der Welt der Naturwissenschaften berichten konnten.
Text: Scö Bilder: Scö, Wac

















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