Wie in jedem Jahr veranstalteten die Reli-Fachschaften auch am 20.08.2025 eine multireligiöse Feier zum Schuljahresbeginn. Geplant, organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung wie stets von den evangelischen und katholischen Religionslehrerinnen und -lehrern inklusive unseres Schulseelsorgers Herrn Oelkers in Zusammenarbeit mit Lernenden jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens sowie erstmals einer muslimischen Ethik-Lehrerin.

Der Schuljahreseingangsgottesdienst war sehr gut besucht.

Es wurden Gebete aus allen drei hier vertretenen monotheistischen Religionen gesprochen, je nach Ursprung auch auf Hebräisch bzw. Arabisch, aber stets auch auf Deutsch – denn bei dieser Feier geht es nicht zuletzt auch um Verständigung untereinander und die Betonung des Verbindenden, und das ist – neben zahlreichen gemeinsamen Glaubensinhalten von Gläubigen aus Judentum, Christentum und Islam – nicht zuletzt natürlich auch die deutsche Sprache, die hier zweifelsohne hilft, einander kennenzulernen und verstehen zu lernen, und so Missverständnissen und Vorurteilen vorzubeugen, die durch Unkenntnis und Sprachbarrieren provoziert werden.

Auch mit Rollenspielen veranschaulichte man die verbindende Thematik.

Den erzählerischen Kern beziehungsweise Rahmen der Feier bildete die Geschichte um Noah, die dem Publikum multimedial nähergebracht wurde: durch Erzählung, Rollenspiel, ein Lied und einem Gespräch über eine Karikatur. Die Geschichte um Noah, die Sintflut und die Arche ist in allen drei Religionen bekannt und verweist, angewendet auf die heutige Situation, mit dem Klimawandel auf jene Krise, die in ihrer Brisanz und ihrem Wirkungsgrad globale und universell menschliche Bedeutung hat und sich ebenfalls nur bewältigen lässt, wenn Menschen über ihren weltanschaulichen Tellerrand hinausschauen und bereit sind, verbindlich das Verbindende, nämlich die gemeinsame Identität als Menschen, in den Fokus zu rücken und zu kooperieren. Damit berücksichtigte die Thematik der Feier auch das Selbstverständnis der Leibnizschule als „Club of Rome“-Schule.

Gemeinsames Singen bewegte die Aktuere und die Gäste – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne…

Den Abschluss machte mit Detlevs Jöckers „Eine Handvoll Erde“ ein Lied, das die Verantwortung des Menschen aus religiöser Sicht noch einmal zusammenfasst.

Damit gelang jenen, die diese Feier organisiert hatten und durchführten, ein angemessener Auftakt für das Schuljahr, der die Lernenden – und darunter auch die vielen gerade neu Eingeschulten – umfassemd auf das einstimmte, worum wir uns an der Leibnizschule bemühen: ein lebendiges und kooperatives Miteinander und eine fachliche und soziale Bildung, die auf Offenheit, die Bereitschaft zur Kommunikation und den verantwortlichen Umgang mit unserer sozialen und natürlichen Umwelt abzielt.

In diesem Sinne wünschen wir allen Mitgliedern der Schulgemeinde einen guten Start und überhaupt ein angenehmes und erfolgreiches lebendiges neues Schuljahr 2025/26.

 

 

 

(Bilder: Ats / Text und red. Bearb.: Blu)