Wieder einmal hat die Leibnizschule bei der Juniorwahl teilgenommen, aber was ist das eigentlich?
Die Juniorwahl ist ein Projekt für Schulen, in denen die Wahlsimulation parallellaufend zu den Bundestagswahlen in Deutschland stattfindet. Das Projekt soll die Beteiligung und Mitbestimmung im politischen System fördern, genauso wie die Meinungsbildung von Jugendlichen. Die Juniorwahl ist für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 vorgesehen. In der Leibnizschule haben alle Jahrgänge ab der 10. Klasse teilgenommen.
Der Ep-PoWi-Kurs (Ep-Sec) von Fr. Buxbaum hat den Wahlvorstand dieses Jahr gebildet. Bereits am Freitagnachmittag vor der Wahlwoche wurde die Wahlurne versiegelt. Die Wahlbenachrichtigungen und Wählerverzeichnisse bekamen die Klassen vorab zugeteilt, welche diese im Unterricht zusammen ausfüllten. In der Wahlwoche dann haben Teams aus drei Schülern des PoWi-Kurses die Wahlen für je zwei Stunden geleitet. Diese haben dann in der Mediathek die Simulation begleitet.

Das fertig vorbereitete Wahllokal vor dem Ansturm der bei uns offenbar an Mitbestimmung stark interessierten Wählerschaft
Die Schülerinnen und Schüler brachten ihre Wahlbenachrichtigung und den Schülerausweis mit. Diese wurden von dem derzeitig eingeteilten Team mit dem Wahlverzeichnis verglichen, woraufhin die Schülerinnen und Schüler ihre Stimmzettel bekamen, welche sie in einer Wahlkabine ausfüllen konnten. Vom 17.02.2025 bis zum 20.02.2025 war das „Wahllokal“ für die Schülerinnen und Schüler geöffnet.
Am Nachmittag des 20.02 wurden dann alle Stimmzettel ausgewertet.
Das Ergebnis der Schule lautet:

So wählten die Klassen 10-Q4 der Leibnizschule Offenbach – deutlich unterschieden sowohl von den bundesweiten Ergebnissen der Juniorwahl als auch von denen der „echten“ Bundestagswahl 2025.
Wahlkreissiegerin ist Magdalena Depta-Wollenhaupt von den Linken mit 33,0% der Erststimmen.
Schlüsse zur politischen Beurteilung der Ergebnisse möge jede und jeder selbst ziehen, aber worüber sich definitiv jeder freuen können sollte, ist die auch hier hohe Wahlbeteiligung, die mit 81 % nur knapp unter der bei der offiziellen Wahl erreichten Beteiligung von 82,5 % liegt! Nach der in den vergangenen Jahren vielbeschworenen Politikverdrossenheit sieht das nicht aus, und die häufige Klage der letzten Jahre, die Jugend sei (zu) unpolitisch, kann für unsere Schülerschaft offensichtlich ebenfalls nicht gelten. Darin beweist sich die Lebendigkeit der Demokratie, die zwar bei großen Teilen der Wählerschaft in den letzten Jahren in Verruf geraten ist, der wir als Schule aber verpflichtet sind und über die Winston Churchill einst (1947) sagte:
„Many forms of Government have been tried and will be tried in this world of sin and woe. No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time[.]“
Unsere Schülerschaft scheint das ebenso zu sehen, und das lässt hoffen für diese Staatsform und die Zukunft.
(Text: Johannes Haider & Musamel Mohamadzai (beide EP-SEC) sowie Blu / Bilder: Kel / red. Bearb.: Blu)



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