Nur kurz unterbrochen von der Corona-Pandemie veranstalten die Fachschaften Ethik, evangelische und katholische Religion nun schon seit etlichen Jahren für die jeweils aktuelle EP ein Projekt, in dem die Lernenden verschiedene religiöse und nicht religiöse Weltbilder näher kennenlernen können – durch den lebendigen Austausch mit Personen, die diese Weltbilder jeweils vertreten.
Dabei wurden auch in diesem Jahr die Synagoge, eine Kirche, eine Moschee und das Offenbarer Gurdwara, die Gebetsstätte der Sikh, besucht.
- Vorführung einer Tora – ein schwer(-) wiegendes Werk…
- In der Synagoge erhalten die Lernenden Einblick in die Praxis der jüdischen Religion und jüdischen Lebens.
- Pfarrer Burkhard Weitz führt nach einer theoretischen Einführung ins Christentum den Lernenden die Evangelische Friedenskirche vor.
- Pfarrer Burkhard Weitz führt die Orgel vor und lädt zum Spiel ein – während in der Folgewoche Dr. Jürgen Blume die Lernenden als Organist begeistert.
- Vor der Metallskulptur eines Derwisch werden Besonderheiten des sich im doppelten Sinne um Mystik drehenden Sufismus erläutert.
- Die Mevlana-Moschee in ihrem neuen Provisorium, das sie bezogen hat, während an ihrem angestammten Standort in der Innenstadt der Neubau einer Moschee entsteht, die die bislang genutzte Fabrikhalle ersetzen soll.
- Vorstellung des Weltbildes, der Lehren, der Gebräuche und des alltäglichen Lebens im Sikhismus.
- Rituelle Lesung aus dem heiligen Buch der Sikh, dem Sri Guru Granth Sahib, der als der letzte und ewige Guru dieser Religion angesehen wird.
- Die Friedenskirche von außen
- Besuch im Turmzimmer, das die Friedenskirche dem Offenbacher Street-Artisten Peng als Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt hat.
Die zweite Phase des Projekts stellen die Expertengespräche dar, in denen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Weltanschauungen den Lernenden in der Schule in Gruppengesprächen Rede und Antwort stehen und sich mit ihnen über ihr jeweilges Weltbild austauschen, wobei auch andere als nur religiöse Stimmen zu Wort kommen.
- Herr Bülent Alkan, 1. Vorsitzender des Alevitischen Kulturzentrums Frankfurt, erläuter Weltbild und Situation der Angehörigen des Alevitentums.
- Herr Mazloum und einer Kollegin der Bahá’í-Gemeinde in Deutschland informieren über ihr Welt- und Menschenbild.
- Dr. Alexander Löffler, Fundamentaltheologe der katholischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt, erläutert das Ordenleben und die Glaubenslehren des Katholizismus und betont dabei vor allem die Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen.
- Gonca Aydin, islamische Diplomtheologin und Gymnasiallehrerin für Ethik, PoWi und Islamkunde an der Theordor-Heuss-Schule Offenbach, steht den Lernenden Rede und Antwort bezüglich des Islams im Allgemeinen und des sunnitischen Islam im Besonderen und plädiert für eine

Gruppenbild der Vertreterinnen und Vertreter der Bahá’í, der evangelischen Kirche, des sunnitischen Islam, des Fliegenden Spaghetti-Monsters, des Alevitentums und der Serbisch-orthodoxen Kirche
Es haben sich wie stets im Rahmen dieses Projekts zahlreiche neue Perspektiven eröffnet, Möglichkeiten, die Welt und den Menschen zu betrachten, die nur dann nebeneinander existieren können, wenn ihre Vertreterinnen und Vertreter einander tolerieren oder, noch besser, bereit sind, einander zu akzeptieren.
Eine solche Einstellung bei unseren Lernenden zu fördern, ist Hauptziel des Projektes, und auch in diesem Jahr und Durchgang hatten wir das Gefühl und haben das auch von allen Seiten bestätigt bekommen, uns diesem Ziel ein gutes Stück genähert und es bei der und dem ein oder anderen vielleicht gar schon erreicht zu haben.
Wir werden daher das Projekt auch in den kommenden Jahren fortsetzen und sehen den nächsten Durchläufen schon mit gespannter Erwartung entgegen.
(Bild und Text sowie red. Bearb.: Blu)















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