Am 16. Januar waren Grundschülerinnen und Grundschüler in die Leibnizschule eingeladen, ihrem Forscherdrang in verschiedenen Naturwissenschaften nachzugehen. Während ihre Eltern bei kleinen Snacks sich in der Mensa austauschen konnten, ging es für die jungen Gäste ab 18.30 Uhr in den C-Trakt. Dort warteten spannende Experimente in den Fächern Biologie, Chemie und Physik auf sie, die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit ihren Lehrkräften vorbereitet hatten.

In der Biologie stellten Frau De Vane und Herr Massinger die Frage, welcher Fisch in einem Wettschwimmen das Rennen machen würde: der Kugelfisch, der Thunfisch oder der Kofferfisch? Um die aufgestellten und auf Papier festgehaltenen Theorien zu beweisen, formten die Kinder die Fische mit Knetgummi nach und zogen sie durch ein Wasserbecken, während die jeweilige Zeit gestoppt wurde. Dabei zeigte sich, dass der spindelförmige Thun am geschmeidigsten durchs Wasser glitt und somit den ersten Platz belegte, gefolgt vom Kugelfisch, während der Kofferfisch mit seiner ungewöhnlich quadratischen Form einfach zu viel Widerstand erzeugte und daher das Nachsehen hatte.

Die Chemie bot verschiedene Experimente: Blaue Flammen, „Elefantenzahnpasta“, die aus dem Reagenzglas geschossen kam und die Herstellung eines Nylonfadens. Hatte sich da jemand verletzt? Nein – da konnten Frau Höflich, Frau Hollosy und Frau Basaran-Aghbar völlig beruhigt sein – es war nur rote Flüssigkeit, also Kunstblut! Damit es auch ansonsten nicht zu Verletzungen kommen konnte, trug jeder eine Schutzbrille und sah damit schon fast wie der Profi im Labor aus.

Physikalisches gab es in zwei Räumen zu bestaunen: Zum einen konnte man auf einem Ergometer Strom erzeugen, zum anderen sich anhand der Haltung eines Rades auf einem Drehstuhl schneller oder langsamer um die eigene Achse drehen, ganz wie eine Eiskunstläuferin, die die Arme anlegt oder ausstreckt, erklärte Frau Khawaja. Bei den Wasserbecken von Herrn Wolf und Frau Waack sah alles ganz einfach aus: Einen Stab durch ein Rohr schieben, um damit einen Fisch zu fangen- aber der Stab schien im Wasser geknickt! Wer dann die kleine Ente auf einer Schale greifen wollte, saß einem Hologramm auf.

Dunkel wurde es, als die Gäste den Raum der Astronomie, betreut von Herrn Knieper, betraten, denn dort konnte man die Himmelskörper im Universum bestaunen, Schattenspiele veranstalten und Licht in sein Farbspektrum aufteilen. Und wer die Regel „Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel“ zumindest intuitiv beherrschte, vermochte es, einem Laserstrahl mithilfe kleiner Spiegel den Weg zu einem Diamanten zu bahnen, der wie eine Diskokugel faszinierende Reflexionen bot.

Die Science Night unter der Federführung von Fachbereichsleiterin Frau Juchelka genoss derart großen Andrang, dass die als MINT-freundliche Schule ausgezeichnete Leibnizschule sich nun auf begeisterte Nachwuchsforscherinnen und -forscher freut.

Fotos: Scö, Hfl, Kni