Am 28. August 2024 bot die Leibnizschule wie jedes Jahr zum Schuljahresbeginn eine multireligiöse Feier mit jüdischen, chrstlichen und muslimischen Mitwirkenden an. Organisiert und geleitet von Lehrkräften aus den Religionsfachschaften und vom Schulseelsorger wurden die Gäste mit Gesang, Gebeten, Ansprachen und einer Theaterszene auf den Schulbeginn eingestimmt.
In der Begrüßung wurde berichtet, dass man gerne die Stadt Jerusalem, die allen drei Religionen heilig ist, in den Mittelpunkt gestellt hätte, darauf aber aufgrund des Kriegs im Nahen Osten verzichten musste, da man in der Feierstunde, die ja einen hoffnungsvollen Einstieg ins Schuljahr unterstützen soll, nicht den Krieg, sondern den Frieden beschwören möchte. Daher suchte man nach einem anderen Thema, das alle diese drei Religionen verbindet.
Diesmal drehte sich alles um Josef/Yusuf und seine Brüder und das gegenseitige Verzeihen, das deren Zwist beendet. In allen drei Religionen spielt diese Geschichte eine Rolle, und in einem kleinen szenischen Spiel wurde sie auf den schulischen Alltag übertragen:
In einer Klasse wird eine Schülerin, in der die anderen Lernenden eine Streberin sehen, vom Lehrer bevorzugt. Daraufhin wird sie ausgegrenzt und gemobbt, geht aber dennoch anschließend wieder auf die Anderen zu und hilft ihnen sogar, woraufhin sich alle wieder versöhnen.
Dieses Aufeinanderzugehen wurde dann auch wieder aufgegriffen durch das Lied „Aufsteh’n, aufeinander zugeh’n“, das gemeinsam mit den Gästen gesungen wurde.
Ölbaum und Mandelblüte wurden als Symbole für ein Wachsen und Gedeihen des Friedens zwischen den Menschen beschworen, und die Geschichte um Josef/Yusuf und seine Brüder illustrierte, wie sehr dazu die Bereitschaft zu Toleranz und Verzeihen notwendig ist.
Das sind Werte, die wir unabhängig von der jeweiligen Weltanschauung auch ganz grundsätzlich in der Leibnizschule hochhalten, indem wir uns bemühen, allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft eine angenehme, friedliche, schöne Zeit des Lernens nicht nur von Fachwissen, sondern auch von sozialer Kompetenz zu ermöglichen.
In diesem Sinne wünschen wir allen – insbesondere den Neuankömmlingen – ein schönes neues Schuljahr 2024/25.
(Text & Bild: Blu)


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