Der Leistungskurs Geschichte von Frau Dr. Haßdenteufel hatte im Februar eine Zeitzeugin zu Gast. Annette Evans, die ihre Kindheit und Jugend in der DDR erlebt hat, berichtete uns über ihr Aufwachsen in einer Diktatur und beantwortete die Fragen unserer Schüler:innen zur DDR. Nathalia aus der Q4 berichtet über diese Begegnung:
An einem Dienstag, dem 13.02.2024 wurden wir, der Geschichte Leistungskurs von Frau Dr. Haßdenteufel, von einer Zeitzeugin besucht. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in der DDR und berichtete uns über ihre Erlebnisse, an die sie sich noch erinnern konnte.
Frau Evans hatte damals, wie viele andere, einen Fluchtplan aus der DDR, da sie keine Kinder in solch einem Staat bekommen wollte. Ich war auch interessiert daran zu fragen, wie man untereinander Vertrauen pflegen und aufrechterhalten konnte, da Familienmitglieder, aber auch Freunde für die StaSi gearbeitet haben könnten. Man wusste eigentlich nie, wem man vertrauen kann, aber trotz alldem beantwortet sie mir die Frage damit, dass es viel Zusammenhalt unter den Jugendlichen gab, die heimlich gegen die DDR waren. Sie meinte, dass es vielleicht naiv gewesen sei, so offen seine Meinung auch in einem kleinen Kreis preiszugeben, aber sie war sich sicher, dass sie Glück gehabt habe, mit weniger gewaltsamen Konsequenzen davon gekommen zu sein.
Frau Evans brachte auch einige Gegenstände mit, die sie noch von damals aufgehoben hatte, wie zum Beispiel Währung aus der DDR, ihre Dokumente, Geschichtsbücher aus ihrer alten Schule und ihre Gedichte, die sie damals während der Zeit schrieb. Mithilfe der Gedichte, die sie uns auch vortrug, erfuhren wir, wie sie sich in dem Moment fühlte und wir als Zuhörende konnten uns in die Situation emotional verstärkt hineinversetzen. Wir haben gemerkt, wie viel Einfluss die DDR auf sie hatte, weil sie uns immer wieder ans Herz legte, dass es wichtig sei die Demokratie aufrecht zu erhalten.

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