Dss Pojekt „Heilige Stätten“, das die Fachschaften Ethik, evangelische Religion und katholische Religion nun schon seit Jahren gemeinsam in der EP durchführen, ging im Februar 2024 in die nächste Runde.
Zunächst besuchte man an zwei Exkursionstagen, was dem Projekt den Namen verlieh: vier verschiedene heilige Stätten. Wie immer war eine davon die Offenbacher Neue Synagoge, des Weiteren stattete man auch wieder dem Sikh-Tempel Gurudwara Guru Nanak Darbar einen Besuch ab, der evangelischen Friedenskirche Offenbach sowie der Mevlana-Moschee. Dabei führten Vertreter:innen der jeweiligen Gemeinde durch ihr jeweiliges Gebäude und erzählten vom Gemeindeleben. Auch für Nachfragen und Diskussionen gab es hier Zeit und Raum.
- Besuch in der Offenbacher Neuen Synagoge, dem ersten Synagogen-Neubau (1955/56) in Hessen nach dem Holocaust.
- Besuch in der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Leibnizschule befindlichen evangelischen Friedenskirche, deren Uhrtürmchen beim Blick über die Dächer der Stadt mitunter mit dem unseres Altbaus verwechselt wird.
- Besuch in der Mevlana-Moschee in Offenbach – im Interimsquartier, während der neue Gebäude-Komplex mit Moschee sich im Bau befindet.
- Beim Besuch im Sikh-Tempel Gurudwara Nanak Darbar in Offenbach betrachten die Schüler das den 10. Guru repräsentierende Buch.
Nachdem die Besuche und die in den heiligen Stätten mit Vertreter:innen der jeweiligen Gemeinden geführten Gespräche im Unterricht nachbereitet worden waren, lud man am 29.02., um das Spektrum über die vier Weltanschauungen hinaus, die durch die heiligen Stätten repräsentiert wurden, zu erweitern, eine Reihe von Vertreter:innn unterschiedlicher Weltanschauungen in die Leibnizschule ein, die als Expert:innen den Schüler:innen in Gruppengesprächen ihre Weltanschauung vorstellten und auf Fragen Rede und Antwort gaben.
- Schüler im Gespräch mit einem Vertreter der Bahai-Religion…
- …sowie im Gespräch mit zwei Buddhisten.
Die Gespräche waren dabei so organisiert, dass mit jeder Expertin und jedem Experten Schüler:innen aus jedem Kurs sprechen konnten. So konnten die Erfahrungen im Nachgang im Kursunterricht ausgetauscht werden und alle konnten jede einzelne der Weltanschauungen, die wir in diesem Jahr berücksichtigen konnten, näher kennenlernen.

Gruppenbild der eingeladenen Expert:innen für ihre jeweiligen Weltanschauungen gemeinsam mit den das Projekt in diesem Jahr betreuenden Lehrkräften aus Ethik und Religion.
Folgende Weltanschauungen waren durch die Besuche und/oder die Expert:innengespräche repräsentiert (in alphabetischer Reihenfolge):
Agnostizismus, Atheismus, Bahaitum, Buddhismus, Christentum, Freimaurerei, Freireliöse Bewegung, Islam, Judentum.
WIr danken den Expert:innen, die uns ihre Weltanschauungen in den Gesprächen bei den Besuchen beziehungsweise in der Schule näherbrachten und sich auch den kritischen Fragen der Schüler:innen stellten. Das Projekt ist längst ein integraler Bestandteil unserer Schulkultur und unseres Bestrebens, unseren Schüler:innen ein breites Spektrum an möglichen Weltbildern zu vermitteln, um den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Weltsichten zu befördern, die in unserer Schulgemeinde und der Bevölkerung Offenbachs und der Bundesrepublik ja in großer Vielfalt vertreten sind.
Wir sehen deshalb schon mit Freude und Spannung dem nächsten Durchgang des Projekts im kommenden Jahr entgegen.
(Bilder: Jüs, Ceb, Grd / Text und red. Bearb.: Blu)







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