Anlässlich des Todestages von Gottfried Leibniz fand am 14. November in inzwischen langjähriger Tradition ein Wissenschaftstag für die Jahrgangsstufe Q1 statt, zu dem sechs Professoren bzw. Dozenten aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen der Universität Frankfurt – darunter sogar ehemalige Leibnizschüler – ihr Thema anschaulich präsentierten. Der Wissenschaftstag fand im Rahmen des Projekts „Brückenschlagen – Wissenschaft in die Schulen!“ der Frankfurter Vereine „Jugendbildung“ und „Freunde der Universität“ in Kooperation mit der Goethe-Universität statt, welche sich die Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses von Schülerinnen und Schülern zum Ziel gesetzt haben.

Interesse zu wecken gelang Herrn Professor Theo Dingermann und Herrn Professor Dr. Dieter Steinhilber aus dem Bereich der Pharmazie mit ihrem Eingangsvortrag „Amy Winehouse – Wenn Alkohol zum tödlichen Problem wird“, einem Thema, das grundsätzliche alle Menschen und insbesondere Jugendliche angeht. Videoclips von Amys beeindruckenden Auftritten einerseits gepaart mit den traurigen Kommentaren ihrer Mutter zeigten die menschliche Tragödie des jungen Ausnahmetalents auf, während bio-chemische Vorgänge im Gehirn erklärten, wie der Stoff eine Sucht auslöst, die irreversibel ist.

Nach diesem Vortrag im Plenum konnten sich die Schülerinnen und Schüler persönlichen Interessensschwerpunkten widmen und Herrn Professor Dr. Leo Peichls Thema aus der Hirnforschung „Unterschiedliche Blicke in die Welt – Wie Säugetiere Farben sehen“ folgen, von dem Astrophysiker Herrn Prof. Dr. Bruno Deiss Neues von Urknall erfahren oder aus der molekularen Biotechnologie Medikamente aus der Natur kennen lernen oder aber dem Kernphysiker Dr. Christian Müntz bei seinem Thema der Spitzentechnologie in der kernphysikalischen Forschung lauschen.

Als lehrreich und interessant empfanden die Schülerinnen und Schüler den Wissenschaftstag, der ihnen auch einen Einblick in das Studium allgemein bot und Fragen dazu und darüber hinaus beantwortete. So vermochte Herr Prof. Dr. Helfrich Rudi, Evgenij, Daniel, Sema und Mohamed zudem mit Berichten von seinem Team und Reisen nach Brasilien zu faszinieren. Insbesondere die physikalischen Themen erwiesen sich allerdings als sehr anspruchsvoll mit komplizierter Materie und Fachvokabular, wovon sich die angehenden Studierenden jedoch nicht abschrecken lassen sollten, so Herr Prof. Dr. Deiss, denn es gebe noch viel zu entdecken, da erst ca. fünf Prozent des Universums erforscht seien! So erfuhren u.a. Sohail, Noah, Connor und Irini nicht wie erwartet etwas über den Urknall selbst, sondern dass dieser Begriff umschreibt, dass wir noch nicht wissen, was am Anfang stand. Aber vielleicht werden Marija und Alexander manch einem Geheimnis auf die Spur kommen: Sie liebäugeln nun mit einem Studium der (Kern-)Physik.