Am 30. September strahlte die Sonne über dem Neubau-Schulhof und bot somit den perfekten Rahmen für ein gelungenes Schulfest, auf dem die Verschiedenheit gefeiert wurde. Wie bei der Jazz-Matinee, dem traditionellen gemeinsamen Schulfest der Leibniz- und der Fröbelschule im Büsingpalais, ging der Erlös der Stände an das Projekt Partnerschaft von Behinderten und Nicht-Behinderten, allerdings lag der Schwerpunkt des Festes auf dem heimischen Hof der Leibnizschule auf dem Miteinander der Kulturen. 

So gab es zum einen die Vorstellung von Hilfsmitteln der Äußerung und Verständigung unter dem Motto „Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!“ durch die Fröbel-Lehrerinnen Frau Vonrhein und Frau Geesen sowie ein Rolli-Rennen mit Hindernisparcour. Zum anderen konnte man den Auftritt der interkulturellen Tanzgruppe unter der Leitung von Frau Tepe bewundern oder in einer Auswahl herkunftsprachlicher Bücher aus der Stadtbücherei schmökern und sich dabei Tipps von Leibnizguide Herrn Tsachouridis geben lassen. Überhaupt bot das Fest die Gelegenheit für die Elternschaft, die von Frau Tepe geworbenen Leibnizguides kennen zu lernen, d.h. Eltern verschiedenster Herkunft,  die sich als Ansprechpartner*innen für andere Eltern in ihrer Muttersprache und mit dem Verständnis ihres kulturellen Hintergrundes engagieren. Besonders leicht fällt die Kontaktaufnahme natürlich, wenn drei pakistanische Leibnizguide-Mütter an ihrem Stand köstlichst duftende Leckereien zaubern. Auch sonst konnten sich die Besucher*innen beim kulinarischen Angebot Delikatessen aus aller Welt schmecken lassen und dazu einen frisch gerösteten eritreischen Kaffee genießen. Der Förderkreis verkaufte Kaltgetränke an diejenigen, die nach allen möglichen Sorten von Smoothies und Mocktails an den Klassenständen immer noch Durst hatten. Spaß und Spiel lud zudem Klein und Groß zur Herstellung von Armbändern oder Stickern, zum Glücksrad, zu einer Runde Kubb, Tischtennis, Toreschießen oder Dosenwerfen ein. Dazu gab es Musik von der Mittelstufen- und der Oberstufenband, wobei vor allem Winta von ihren zahlreichen Fans gefeiert wurde.- Dass das Miteinander von Kulturen jedoch nicht allein aus dem Genuss von Speisen und Tanzdarbietungen besteht, sondern leider auch immer wieder Ausgrenzung bis hin zu tödlichem Rassismus bedeutet, führte die ehemalige Schulsprecherin und nun Stadtverordnete Hibba Kauser dem Publikum in einer engagierten Rede deutlich vor Augen. 

Mit der Sonne verabschiedeten sich nach und nach auch die Gäste, aber für die Oberstufe ging es nun erst richtig los: Mit einer Oberstufenparty – und hier waren bei aller Inklusion Eltern, Lehrkräfte und jüngere Schüler*innen selbstverständlich unerwünscht.