Anders als letztes Jahr während der akuten Phase der Pandemie durfte das Abitur endlich wieder gebührend, d.h. im Rahmen einer akademischen Feier gefeiert werden. 94 Leibnizschülerinnen und -schüler bekamen am 8.7.22 von ihrem Turor bzw. ihrer Tutorin das Reifezeugnis überreicht, vorbereitet von Oberstufenleiter Martin Pongratz. Neben viermal 1,0 gab es 22 weitere Ergebnisse mit einer Eins vor dem Komma, wobei der Durchschnitt des Jahrgangs genau dem der letzten vier Jahre entspricht, nämlich 2,36. Dazu gab es Ehrungen seitens der Schule, aber auch vom Rotary Club Offenbach-Dreieich, vertreten durch Herrn Martin Stück und Herrn Jürgen Scheuermann mit Geld- und Buchpreisen für herausragende Leistungen in einzelnen Fächern, aber auch für soziales Engagement wie für jahrelangen Cafeteria-Dienst und den Schulsprecher Yonathan.

Schulleiter Christoph Dombrowski betonte, dass es sich zwar um einen Krisenjahrgang, aber definitiv nicht um einen Mangeljahrgang handle, eher hätten sie noch Kompetenzen dazu erworben wie eigenständige Strukturierung sowie Digitalisierung. Die optimistische Grundhaltung der Schülerinnen und Schüler möge der Generation bei der Bewältigung gegenwärtiger wie künftiger Krisen helfen. Stadtrat Paul-Gerhard Weiß lobte die Leibnizschule, die sich bereits vor der Pandemie als erste hiesige Schule im Digital-Pakt auf den Weg gemacht hatte, der sich nun ausgezahlt habe. Und Biologie-Leistungskurs-Lehrer Klaus Walter hob anschaulich anhand einer Kiste Bier, deren Gewicht ca. dem aller momentan kursierenden Coronaviren entspreche, welches Opfer die junge Generation bei Schulschließungen und Lockdowns erbracht habe, die aber auch viel über mRNA und Impfstoffe allgemein gelernt habe. Welche großartigen Leistungen und Beiträge zur Gesellschaft gerade auch Migrantinnen und Migranten erbrächten, verdeutlichte er mit Verweis auf die Biontech-Gründer/in Ugur Sahin und Özlem Türeci. Dass man nun Autor/in seiner eigenen Geschichte werden könne, nachdem die vorgeschriebenen Kapitel zu Ende seien, bzw. man nun das Spiel des Lebens statt Mathe-Bingo spiele, hoben Bastian aus dem Chemie-LK und Yonathan hervor.

Schließlich appellierten alle, darunter vor allem Herr Ralf Christner vom Förderkreis, Frau Pascale Hellwig aus dem Schulelternbeirat sowie Herr Weiß an die Abiturientinnen und Abiturienten, der Schule und der Stadt verbunden zu bleiben, sei es als Förderkreismitglied, in Form von Schulfestbesuchen oder Nachtreffen, einer Wiederkehr in die Stadt nach dem Ausschwärmen in die Welt oder indem man seine Kinder auch wieder auf die Leibnizschule schicke, wie es nicht nur Frau Hellwig getan hat.

Nach Ausklang der Schülerband der Jahrgangsstufen 8-Q mit dem Lied „Jump“ wurde mit Sekt und Sonnenschein auf dem Schulhof weitergefeiert.

Scö