Das Abitur ist in Sicht – aber was dann und vor allem wie? So wie Helin, die Pharmazie in Frankfurt oder Marburg studieren möchte, und Athina, die mit Grundschullehramt oder Ergotherapie in Berlin liebäugelt, geht es den meisten in ihrem Jahrgang Q2 noch nicht. Aber auch wenn sie noch keine genaue Vorstellung davon haben, in welche Richtung es gehen soll, so müssen sich doch früher oder später alle bei einem Arbeitgeber bewerben. Um sie darauf vorzubereiten, gab es am 30.6.22 ein Assessment Center, durchgeführt von Herrn Thorsten Hinkel und Herrn Dennis Asil von der Barmer. Dazu wurde am Anfang zunächst Grundsätzliches besprochen. Dass Sauberkeit und Pünktlichkeit selbstverständlich sein sollten, war jedem klar, doch wie viel früher ist eine angemessene Pünktlichkeit und was genau ziehe ich für welche Bewerbung an? Und wer hätte gedacht, dass beim ersten Eindruck das Äußere 55%, Stimme und Auftreten 34% und der Inhalt nur 11% ausmachen!

Nach dem Theoretischen wurde es praktisch. Es galt spontane Reden vor Publikum zu halten, z.B. zum Thema „Sterbehilfe“, „Ganztagsschulen“ oder „Autobahngebühr für PKW“, bei denen sich u.a. Richard und Hannah gut schlugen. Spielerisch ging es weiter, indem sich Schüler*innengruppen als McDonald´s-Mitarbeiter*innen auf einer Fast-Food-Messe präsentieren sollten. Dann strandeten die Gruppen auf einer einsamen Insel und mussten entscheiden, welche fünf von zwanzig Gegenständen sie in ihrem Rettungsboot unterbrachten.

Schließlich gab es noch einen mehrseitigen Test mit Wissensfragen aller Art, aber auch zu räumlicher Vorstellung und allgemeiner Logik, der ausgefüllt und später in den Tutorien ausgewertet wird, denn die Veranstaltung ist als Baustein „Bewerbungstraining“ eingebettet in den Rahmen Beruforientierung. Zur Nachlese zu Hause gab es noch eine hilfreiche Broschüre von Herrn Hinkel und Herrn Asil für die Schülerinnen und Schüler, denen der Tag Spaß gemacht hat und die sich am Ende über das Wie schon klarer waren – fehlt nur noch das Was.

Scö