Nachdem im letzten Jahr der Wissenschaftstag, zu Ehren unseres Namensgebers Gottfried Wilhem Leibniz, dessen 305. Todestag sich am 14.11.2021 jährt, ausfallen musste, ist es in diesem Jahr gelungen, das Projekt erneut auszurichten.
Insgesamt 127 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe Q1 konnten sich auf ein spannendes Programm freuen, welches gemeinsam mit Herrn Gläsel, den Leiter des Projektes „Brücken bauen – Wissenschaft in Schulen“ der J.W.-Goethe-Universität und des Vereins Jugendbildung e.V., erstellt wurde.

Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler zwei Vorträge aus den Bereichen Hirnforschung, Virologie, Pharmazie und Chronobiologie/Zellforschung auswählen.

So präsentierte Herr Prof. Peichl in beeindruckenden Bildern seine Forschungsergebnisse zum Farbensehen von Altwelt-Primaten, zu welchen auch der Mensch gehört und die mit ihren trichromatischen Farbrezeptoren allen anderen Säugetieren überlegen sind.
Im Vergleich dazu überraschte die Erkenntnis, dass andere Wirbeltierklassen, die Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische noch ein deutlich besseres Farbsehvermögen aufweisen. Doch auch ganz beeindruckende Einblicke in die Welt „farbenblinder“ Menschen konnten die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Präsentation mitnehmen.

Herrn Dr. Stürmer gelang es in seinem Vortrag, die Schülerinnen und Schüler für die Auseinandersetzung mit der Krankheit Covid-19 zu gewinnen, aktuelle Entwicklungen und Probleme aufzuzeigen, und mit den Schülerinnen und Schülern gewinnbringend über den Nutzen der Impfung ins Gespräch zu kommen.

Nicht weniger spannend stellten sich die fachlichen Hintergründe der Krankheit Morbus Alzheimer dar. Hier zeigte sich im Gespräch mit dem Referenten Herrn Viel, dass die Schülerinnen und Schüler sehr viele persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Demenzkranken, sei es aus Zeiten des Berufspraktikums oder auch aus dem privaten Umfeld einbrachten. Diese Erlebnisse konnten durch den Vortrag und den Austausch mit Herrn Viel in einem fachwissenschaftlichen Rahmen eingeordnet werden.

Dass den sog. „early birds“ das Einfinden in den morgendlich frühen Schulrhythmus leichter ​fällt als den sog. „night owls“ ist für keinen Schülerin bzw. keinen Schüler ein Geheimnis. Prof. Stehle zog mit seiner Präsentation die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann, indem er in die Vorgänge der Zeitmessung durch unsere innere Uhr auf anschauliche Weise einführte. So tickt die innere Uhr in jeder Zelle, bestimmt den Tagesgang, indem sie zahlreicher Körperfunktionen beeinflusst und ist beispielsweise für die Wirkung von Arzneimitteln von Bedeutung.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich nach der Veranstaltung sehr begeistert von den Vorträgen und wir sind sehr glücklich, dass dieses schöne Projekt, Wissenschaft in Schulen zu bringen, seine Fortführung gefunden hat. Auch danken wir herzlich allen Referenten, die sich für diesen Vormittag Zeit genommen haben, um unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten zu geben, und Herrn Gläsel für sein Engagement und Unterstützung bei der Organisation des Wissenschaftstages an unserer Schule.

Von links nach rechts:

Herr Gläsel (Projektleiter J. W. Goethe Universität Frankfurt); die Referenten: Herr Dr. Stürmer, Herr Prof. Peichl, Herr Viel; Herr Dombrowski (Schulleiter); Frau Juchelka (Fachbereichsleiterin)