Die Überreichung der Abiturzeugnisse, sicher das großartigste Ereignis der Schulzeit, auf das die Schüler*innen und Eltern 12 bis13 Jahre hinfiebern, sollte in diesem Jahr Corona trotzen: Dazu wurde die akademische Feier der Leibnizschule von der heimischen Turnhalle ins Autokino Gravenbruch verlegt, was sich vielleicht als etwas weniger festlich, aber dafür als umso origineller erwies. Es gab eine Dekoration im Motto der „Goldenen 21er“ und eine dazu passende Garderobe der Schüler*innen und Gäste. Bestes Wetter und lockere Atmosphäre luden dazu ein, das Programm weniger im Auto, sondern auf mitgebrachten Campingstühlen zu verfolgen, wobei Getränke, Snacks oder Eis vor Ort erworben werden konnten oder kurzerhand direkt aus dem Kofferraum serviert wurden.

Zu feiern gab es nicht nur das lang ersehnte Zeugnis, sondern außergewöhnliche Leistungen:

Die Jahrgangsbesten, Marlene Hühn, Eren Can, Sascha Böff, Louisa Tätzsch, mit jeweils der Abinote 1,0 erhielten eine gravierte Leibniz-Glastrinkflasche als Geschenk. Auch viele andere Schülerinnen und Schüler durften sich über eine Abschlussnote mit einem Einserschnitt freuen. Prämiert wurden zudem mit Geldpreisen vom Rotary Club, vergeben durch Prof. Dr. Reinhard Hoffmann und OStD i. R. Jürgen Scheuermann, Felix Hooks, Marlene Hühn und Ricarda Rosenow, die sich für die Schulgemeinde verdient gemacht hatten, letztere auch als Jahrgangssprecherin. Für Bestleistungen im Fach Deutsch erhielten Sascha Böff, Finn Fiedler, Louisa Tätzsch, Marlene Hühn, Anna Roca Brandt von der Buchhandlung am Markt, der Steinmetzschen Buchhandlung und von der Schule Büchergutscheine. Finn Fiedler bekam für herausragende Leistungen im musisch-darstellerischen Bereich einen Gutschein für das Schauspiel Frankfurt; das Fach Spanisch pämierte Hena Dzudzevic, Katarina Matic mit Büchergutscheinen vom Spanischlehrerverband. Marlene Hühn durfte sich zudem über einen Buchpreis und eine Jahresmitgliedschaft der Deutschen Mathematiker-Vereinigung freuen neben dem gleichartigen Preis seitens der Gesellschaft Deutscher Chemiker, den auch Eren Can und Ricarda Rosenow erhielten. Ebenfalls einen Buchpreis und eine Jahresmitgliedschaft – diesmal der Deutschen Physikalischen Gesellschaft – bekamen erneut Marlene Hühn und Eren Can sowie Fynn Kanja. Der Leibnizpreis für soziales Engagement dotiert mir einem Geldpreis wurde Jannis Jäschke überreicht, der fünf Jahre lang äußerst engagiert, zuverlässig und loyal im schulischen Cafeteriabetrieb mitgearbeitet hatte.

In der Begrüßung durch Schulleiter Christoph Dombrowski, den Grußworten des Stadtrates Paul-Gerhard Weiß, Martina Christmanns, die für den Förderkreis der Leibnizschule sprach, der Elternbeirätin Renate Schulte-Spechtel sowie in den Glückwünschen der Tutor*innen Harald Bremes, Katja Russ-Urban, Barbara Simons und Julia Schneider war natürlich auch die Pandemie ein Thema. Die Covid-Pandemie, die diesem Jahrgang nicht nur die Studienfahrt genommen hatte, stellte mehr als nur einen Wermutstropfen im Rückblick auf die Oberstufenzeit dar. Jedoch sollte diese akademische Feier erst recht die beachtlichen Leistungen unter derart schwierigen Bedingungen würdigen und für einen glücklichen gemeinsamen Abschluss sorgen. In dem Sinne wünschte Herr Dombrowski dem Jahrgang: „dass Sie in der Gemeinschaft der Menschen, unter denen Sie leben und wirken, Verantwortung für Ihren Anteil am Miteinander übernehmen. Das Werk der Gemeinschaft kann ohne Ihren Dienst nicht gedeihen, Sie aber brauchen die Gemeinschaft. Glück, Zufriedenheit und Befähigung zur Verantwortung – dass Sie das erfahren, ist mein Wunsch.“