Unter das Leibnizsche Motto von der „Unitas in multitudine“, das die Leibnizschule im Zuge ihrer Profilschärfung für sich (wieder-) entdeckt hat, hätte man auch die Veranstaltung vom 19.09.2015 stellen können.

Gemeinsames Streben und Arbeiten und ein Miteinander-Leben und -Erleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Überzeugungen, unterschiedlichen Geschlechts und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit ist an der Leibnizschule im durch Multikuturalität wie kaum eine andere Stadt geprägten Offenbach schon lange gelebte Realität. Mit leuchtendem Beispiel voran geht dabei nun schon seit 25 Jahren das seinerzeit von Herrn Scheuermann ins Leben gerufene „Projekt Partnerschaft“. Im Rahmen dieses Projekts pflegen Leibnizschüler auf vielfältige Weise Kontakt mit den Schülern der Fröbelschule, und der Austausch zwischen behinderten und nichtbehinderten Schülern erweitert beider Seiten Erfahrungshorizont und bereichert beider Seiten Erfahrungsschatz derart, dass man am Ende gar nicht mehr von zwei Seiten sprechen kann, sondern von einer neuen Einheit und Einigkeit von Schülern.
Ausdruck dieser Einigkeit und Aushängeschild des Projekts, aber zugleich auch Anlass zum Sammeln von Spenden zur Finanzierung des Projekts (etwa für gemeinsame Unternehmungen bis hin zu Klassenfahrten), war in diesem Jahr nun schon zum 25. Mal die Jazz-Matinée, die traditionell alljährlich zu Anfang des neuen Schuljahres im Hof des Büsingpalais und traditionell bei weitgehend gutem Wetter stattfindet (erst gegen Ende des Nachmittagsprogramms und einmal kurz am Abend mussten wir in diesem Jahr einen längeren Regenschauer erdulden, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch!). Lauscht man den Klängen der verschiedensten Musikgruppen, die einem in der multitudine der Akkore und Harmonien, der komponierten Melodien und der spontanen Improvisationen doch eine unitatem des Ausdrucks von Lebensenergie und Emotionalität und des musikalischen Genusses beschert, wird man schnell einsehen, dass die Jazz-Matinée durchaus eines der kulturellen Highlights Offenbachs ist.

Am Vor- und Nachmittag spielten in diesem Jahr die Schulbands sowie die Lehrerbands der Leibniz- sowie der Fröbelschule, die Jazzband der Leibnizschule unter der Leitung von Michael Buhr und ein A-Capella-Chor aus LehrerInnen der Fröbelschule; am Abend schlossen sich ihnen weitere hochkarätige Musikgruppen an (s. u.).

Der Eintritt war wie stets frei, die Musik konnte man folglich kostenlos genießen, was aber dank der exzellenten Künstler, für deren Beteiligung wir ihnen an dieser Stelle danken wollen, niemals umsonst, sondern stets gewinnbringend war und ist.

In den Arkaden boten Schülergruppen beider Schulen zusammen mit ihren Lehrern (von Crêpes und Kuchen über Cocktails und Kaffee, über Grillgut und Hot Dogs sowie Paella und ein reichhaltiges Salatbuffet bis hin zu Weißbier und Weißwurst) vielerlei für das leibliche Wohl an und zudem (vom Buttonpressen und Schminken übers Rudern bis zu Torwandschießen und Wurfbude) Beschäftigung für die jüngeren Gäste. Die Einnahmen aus all diesen Angeboten kommen komplett dem Projekt Partnerschaft zugute.

Im Hof selbst treffen sich aktuelle und oft auch alte Bekannte, das die Jazz-Matinée auch ein Magnet für heutige ebenso wie ehemalige Mitglieder unserer Schulgemeinschaft ist. So wurden neben Vertretern von Abiturjahrgängen bis zurück in die 1950er Jahre auch ehemalige Lehrer und selbst Schulleiter (wie Herr Seidl und Herr Seredszun) gesichtet.

Organisiert wurde dieses Schulfest von Seiten der Leibnizschule auch in diesem Jahr wieder von Frau Zufall in Zusammenarbeit mit Frau Strasberger. Für die Organisation des musikalischen Programms vor allem Herr Stottmeier und Herr Heß verantwortlich. Auf- und Abbau sowie die Betreuung der Stände wurden wie immer von Schülern, Lehrern und Eltern geleistet. Wir danken ihnen allen für ihr großes Engagement!

Das Besondere in diesem Jahr war, dass die Jazz-Matinée nun schon ein Vierteljahrhundert alt wurde, und das musste natürlich besonders gefeiert werden. Daher schloss sich – nach einer Umbaupause – an das traditionelle Programm der Jazz-Matinée noch ein abendliches Konzert an – ebenfalls im Hof des Büsingpalais und ebenfalls bei freiem Eintritt. Hierfür konnte der Förderkreis der Leibnizschule wiederum hochkarätige Musiker gewinnen:

Das Programm der Abendveranstaltung – nur ein klein wenig verregnet… 🙂

Es eröffnete ein Trio um den Saxophonisten Ingolf Griebsch, bevor, moderiert Evren Gezer (bekannt vom Radiosender FFH), die Jazz-/Klassik-/Latin- & Salsa-Band „Acoustic Odyssee“ von Axel Kemper-Moll, das Streichorchester der Neuen Philharmonie Frankfurt mit Ralf Hübner sowie der Chor „Rhein-Main-Vokalisten„, unterstützt durch die zwei Sängerinnen Felicia Turner und Jessica Born, in unterschiedlichen Konstellationen spielten. Die musikalische Leitung hatte Jürgen Blume.

Das vielseitige Programm reichte von Klassik über Jazz und Salsa bis zu Rock und Pop und mischte all dies zu einem einmaligen harmonischen Crossover. Hierfür hatten eigens für diesen Abend Axel Kemper-Moll für seine Combo und Jürgen Blume für das Orchester und den Chor die Musik arrangiert und teilweise einzelne Stimmen bzw. Passagen komponiert.

Panorama der Abendveranstaltung

Das Ergebnis war ein einmaliges Ereignis, das in einer ganz speziellen Version des Beatles- und vor allem Joe-Cocker-Klassikers „With a little help from my friends“ gipfelte, der das Thema des Projekts Partnerschaft und der Jazz-Matinée damit noch einmal aufgriff und die gesamte Veranstaltung dieses Tages damit würdig abrundete.

Wir danken allen Mitwirkenden und vor allem den Organisatoren sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ein wieder einmal gelungenes Schulfest der Leibniz- zusammen mit der Fröbelschule – und: natürlich auch allen Gästen, die sich trotz der schlechten Wetterprognosen ins Büsingpalais getraut haben!

 

 

 

(Blu)

 

 

Fotografische Eindrücke beider Veranstaltungsteile präsentiert freundlicherweise auch in diesem Jahr wieder das Ehemaligen-Portal der Leibnizschule unter abileibniz.de. Vielen Dank auch dafür!