Oktober

Der Eichelhäher

Der Name „Eichelhäher“ bezieht sich auf eine Verhaltensweise dieses Vogels: Er sammelt Eicheln, die Früchte der Eiche. Gerade jetzt im Herbst kann man den Eichelhäher sogar im Bereich der Leibnizschule (neben dem A-Trakt und am Lehrerparkplatz stehen zwei mächtige Eichen) beim Sammeln von Eicheln beobachten. Er versteckt die gesammelten Eicheln im Boden, als Reserve für den Winter. Ein Großteil dieser versteckten Eicheln wird jedoch nicht wieder ausgegraben, aus ihnen wachsen dann neue Eichenbäume. Somit ist der Eichelhäher für das Vorhandensein vieler mächtiger Eichen in unseren Wäldern verantwortlich.

 

 

September

Der Mäusebussard

Unser häufigster Greifvogel ist der Mäusebussard. Sogar über der Leibnizschule kann man ihn kreisen sehen. Er ist ein Meister des Segel- und Gleitfluges. Dabei erreicht er ohne großen Kraftaufwand enorme Flugstrecken. Da sein Ruf an das Miauen von Katzen erinnert, nennt man ihn auch „Katzenadler“. Mit der Katze teilt der Mäusebussard auch seine Vorliebe für Mäuse. Sie stellen eine Hauptnahrungsquelle für den Bussard dar. Gerne jagt er aber auch am Boden nach Regenwürmern.

 

 

Juli

Der Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz ist ein „Transsaharazieher“, er überwintert in einem breiten Streifen, der sich über die Mitte von Afrika erstreckt. Deshalb erscheint er auch recht spät bei uns, also Mitte April bis Anfang Mai. Brutkästen für ihn sollte man aus diesem Grunde nicht zu früh aufhängen, da sie sonst schon von Kohlmeisen besetzt werden. Nachdem es seit den 1980er Jahren immer weniger Gartensrotschwänze gab, hat sich der Bestand aktuell erholt. Sogar im direkten Umfeld der Leibnizschule kann man den Gartenrotschwanz beobachten: In einer Kabelöffnung eines Containers zogen dieses Jahr Gartenrotschwänze ihre Jungen groß!

Weitere Infos findet ihr hier: vogelwarte.ch – Gartenrotschwanz

 

 

Juni

Die Ringeltaube

Straßentauben haben einen schlechten Ruf, manche Menschen bezeichnen sie auch als „Ratten der Lüfte“. Es handelt sich bei den Straßentauben um „verirrte“ Brieftauben und deren Nachkommen. Also ist letztlich der Mensch für die Ausbreitung der unbeliebten Stadtvögel verantwortlich.

Der Vogel des Monats ist aber eine Ringeltaube, eine echte Wildtaube, die auch gelernt hat, die Vorteile der Städte für sich zu nutzen. Hier gibt es Futter, Nistmöglichkeiten und weniger Feinde (z.B. Habichte). Große Glasflächen werden den Vögeln jedoch immer wieder zum Verhängnis: In vollem Flug knallt das Tier gegen die Scheibe, die als solche nicht erkannt wird. Häufig hinterlässt der Vogel dabei einen Abdruck seiner selbst auf der Glasfläche. Man bezeichnet diese Abdrücke, die aus Federstaub bestehen auch als „Engelsbilder“. Zur Vermeidung solcher Unfälle befinden sich an verschiedenen Stelle unserer Schule Aufkleber auf den Scheiben, die den Vögeln das Erkennen der Flächen ermöglichen sollen. Das Besondere an diesen Aufklebern: Sie sind für uns nahezu durchsichtig! Für Vögel nicht, da die Aufkleber im UV-Bereich reflektieren und das können Vögel besser erkennen als Vogelbilder aus Pappe. Versuche doch einmal diese durchsichtigen Aufkleber an den Glasflächen der Schule zu finden!

 

 

 

Mai

Männliche Stockente beim Start

Die Stockente ist die häufigste Enten Art in Deutschland, deshalb kann man sie auch am Offenbacher Mainufer beobachten. Hier ist ein „Erpel“ zu sehen, so nennt man die männlichen Vögel. Bei Vögeln sind die Männchen meist bunter gefärbt als die Weibchen. Das hat einen Grund: Weibchen brüten meist die Gelege aus. Dabei sollen sie so wenig wie möglich auffallen, damit Greifvögel und Füchse sie nicht sehen. Das gelingt mit einem „Tarnkleid“.

Noch eine Bitte: Bitte füttert nicht die Enten, Gänse und Schwäne am Mainufer! Oft sieht man „Vogelfreunde“, die den Vögeln Brot und andere Mehlprodukte geben. Das ist kein artgerechtes Futter, es schadet sogar den Vögeln: Sie bekommen eine Knochenkrankheit, wodurch die Flügel krumm werden. Außerdem verlassen sich die Vögel auf diese Futterquelle und bekommen Probleme, wenn diese ausbleibt. Auch können sich an solchen „Futterstellen“ Vogelkrankheiten schnell ausbreiten!